Wir sind über ’n Berg

Wir kommen durch! Lothar geht es inzwischen besser, der Husten ist nach Wochen, nein, nach Monaten endlich weg, die Stimme ist fast vollständig wieder da, keine Kreislaufzusammenbrüche mehr, niedriger, aber stabiler Blutdruck! Nur die Elefantenfüße wollen trotz alltäglicher Bandage und allnächtlicher Massage nicht verschwinden. Er arbeitet weiter täglich/nächtlich daran. Wenden wir uns derweil den Erlebnissen und Begegnungen in Südamerika zu.

2011-07-15
In Caracollo, der Abzweigung nach Cochabamba, hatten wir für die Nacht ein Plätzchen an der Kirche neben der Plaza gefunden. Die Nacht war lausig kalt, die Scheiben im Führerhaus gefroren! Lothars Stimme ist völlig weg, lediglich ein paar Krächzlaute kann er hervorbringen, eine Unterhaltung ist nur noch im Flüsterton möglich.

Auch in diesem Ort versuchen wir Ernestos Rat zu befolgen, an jeder Tankstelle Diesel nachzutanken, denn laut Ernesto streiken die Tankwarte mal wieder. Aber wie auf der gesamten Strecke von La Paz bis hierher: „No hay diesel para gringos!“ Na das klingt eher danach, dass zwar Diesel da ist, aber nicht für die Touris. In Cochabamba wird es vielleicht doch ein bisschen Sprit auch für einen Gringo geben.

Ein letztes Mal erklimmen wir einen 4 ½-tausender Pass,

und nun soll es stetig bergab gehen. Ziel ist eine Hotelanlage 10 km vor Cochabamba, in der diversen Reiseliteratur auch für WoMo-Fahrer wärmstens empfohlen. Nur stimmen leider weder der Name, noch die Positionsangaben, noch die Wegebeschreibung. Aber allem zum Trotz finden wir diese Herberge doch: Edel geht die Welt zu Grunde, das ****-Sterne Hotel „Casa Campestre“ (S 17°22,850’ / W066°15,053’). Leider funktioniert die Warmwasserdusche mal wieder nicht, der Strom wird uns nachts aus Paddeligkeit ausgestöpselt.

2011-07-16 bis 07-18
Das Hotelpersonal ist untröstlich wegen der kalten Dusche und dem fehlenden Strom, wir bekommen eine eigene Cambaña mit Dusche und Stromanschluss zugewiesen nebst Stellplatz und wir haben wieder einmal die „beste Dusche von Südamerika“.
Wie uns der Jefe, ein Bayer aus Oberstdorf erzählt, herrscht in Cochabamba das ganze Jahr über ein mildes Klima. Wir können es abends genießen und endlich mal wieder draußen sitzen!
Sonntags gibt es im Dschungelgarten des Hotels einen Brunch.

Bei diesem Event führt der Jefe höchstpersönlich das Oberkommando.

Zunächst einen kleinen Grillteller mit jeder Menge Chorizos zum Warmwerden, dann ’zig Salate, ’zig Sorten geröstetes, gebratenes, gesottenes Fleisch, Pastas, Almerzos etc., etc., etc.

Die Einheimischen schichten alles sehr geschickt auf ihren Teller.

Dann gibt es natürlich auch noch eine Cocktailbar. Aber irgendwie haben wir den rechten Zeitpunkt verpasst. Wir können noch einen ergattern und dann ist plötzlich Schluss. Macht ja nichts, wir genießen den restlichen Nachmittag in der milden Sonne von Cochabamba vor unserer „Hütte“ beim Verdauen.

Vor der Weiterreise den Berg hinunter bedarf es aber nun wirklich einiger Liter Diesel. Die Erklärung des Hotelchefs für den Dieselnotstand: Bolivien produziert zwar jede Menge Gasolina, aber keinen Diesel, der muss aus Argentinien eingeführt werden und da komme es schon mal zu Engpässen. Damit aber die heimische Wirtschaft versorgt werden kann, habe die Regierung ein Dekret erlassen, wonach in solchen Situationen an Ausländer kein Diesel verkauft werden dürfe. Aber Jefe telefoniert mit „seiner“ Tanke und kündigt uns an. Dort werden wir schon erwartet! Das wäre geschafft! Auch diese Stadt verlassen wir natürlich nicht, ohne mindestens 10 heißen Tipps nachzugehen, um an Gas zu kommen, natürlich wie zu erwarten, ohne Erfolg.

Also dann weiter den Berg hinunter, heißt zunächst noch einmal rauf auf 3.600 m. Aber irgendwann geht’s dann wirklich nur noch abwärts, durch die Jungas. Das diese Gegend bewohnt ist sieht man nur an den kleinen Verkaufsständen entlang der Ruta.

Am Stausee „Presa Corani“ finden wir ein Plätzchen für die Nacht. Sieht alles ganz schön geheimnisvoll aus, mit den Nebelschwaden, die in der Dämmerung über dem See wabern.

Kurz bevor es duster wird, bekommen wir Gesellschaft, seit langem 2 Deutsche auf Langzeitreise, Steffi und Andreas aus Karlsruhe.

2011-07-19
Nach ausgiebigem Info-Austausch mit den beiden beschließen wir, ein Stück gemeinsam zu fahren. Wir verabreden uns für Villa Turani, Campingplatz 300 m hinter der Plaza. Nun ja, den gibt es z. Zt. nicht. Schließlich finden wir auf dem Campo „Cabañas del Tio Pool“ eine Übernachtungsmöglichkeit, alles ein wenig versifft, die angeblich heißen Duschen wie üblich kalt, aber Strom funktioniert und der Pool grün.

Für 1 € / Pers. kann man wohl auch nicht mehr erwarten.

2011-07-20
Nächtens werde ich wach, irgendwie liege ich in einer Pfütze. Kann eigentlich nicht sein, ich hab doch gestern Abend wegen des Regens die Dachluke geschlossen. Ich vergewissere mich, die Luke ist zu! Aber der Rahmen der Luke ist nass! Oh Gott, nicht auch das noch, ein undichtes Dach!
Andreas hat noch eine angebrochene Kartusche Sicaflex 221 von seinen eigenen Dachabdichtungen, jedoch ohne Kartuschenquetsche. Es gelingt uns schließlich, der halb eingetrockneten Tube doch ein wenig Dichtmasse zu entlocken, um das Leck zu schließen. Mal schau’n, wie lang es hält.
Bei unserem morgendlichen Plausch ist die leidige Gasversorgung auch ein Thema. Dabei müssen wir feststellen, dass unser Adapter „Südamerika“ für unsere Reserve-Gasflasche nicht zu gebrauchen ist. Andreas hat einen für „Nordamerika“.  Der passt zumindest auch auf unsere Reseve-Flasche. Also versuchen wir unser Glück bei der nächsten Planta de Gas in Yapacani „Gascruz Yapacani“ (S 17°24,112’ / W 063°54, 539’). Dort angekommen prangt ein großes Schild am Tor: „No hay gas“! Ich gehe trotzdem an das Tor und nach ein bisschen hin und her wird das Schild umgedreht und wir erhalten endlich das lang ersehnte Gas, leider nur für unsere Reserveflasche, nicht aber für den Unterflurtank. Andreas tankt seine Flasche auch gleich auf und es gibt Mengenrabatt. Dann hat einer der Arbeiter noch einen praktischen Tipp: Wir sollen in einer feretería eine solche „monguera“ kaufen:

„mongiciero para la cosina, monguera medio metro (besser un metro) con sus dos moriposos“ dann bekommen wir überall Gas, natürlich nur mit dem richtigen Adapter.

Um es vorweg zu nehmen: Inzwischen haben wir die Teile in einer feretería erstanden für 4 €. Nur leider fehlt uns der richtige Adapter „Nordamerika“ und bedauerlicherweise passt diese monguera nicht auf den Adapter „Südamerika“. Dieser hat ein falsches Gewinde. Lieber Alois, ich fürchte, Wynengas hat dir da irgendwas Falsches angedreht und du hättest auch so deine Probleme bei Gasnotstand bekommen.

Im Dustern erreichen wir Buena Vista und die „Cabañas Pozazul“ (S 17°24,112’ / W 063°54,539’).

2011-07-21
Dauerregen! Er hat schon in der Nacht begonnen. Hüttenbrumm ist angesagt: Lesen, Schreiben, Kochen, Karten spielen, …. Uns ist das Wetter zu usselig, um mit den beiden Karlsruhern einen Gang durchs Städtchen zu machen.

2011-07-22
Andreas und Steffi verabschieden sich, sie wollen nach Samaipata, um von dort eine Dschungelwanderung zu machen. Unser Weg führt uns nach Santa Cruz. Vor den Toren der Stadt soll es ein Gelände des ACB (Automobilclub) geben, auf dem man übernachten kann. Aber hier ist alles verschlossen. Während wir beraten, wo wir unser Nachtlager aufschlagen, öffnet sich das riesige Tor. Ich finde auf dem Gelände schließlich eine Seniora, die uns für eine Nacht aufnehmen will.
Sicherer und schöner Standplatz, aber z. Zt. ohne Versorgung, wegen Umbau und Renovierung (S 17°38,012’ / W 063°09,599’).

2011-07-23
Santa Cruz, 1,5 Mio. Einwohner, ist nicht wirklich unser Ding. Also im Hipermaxi einkaufen, Diesel tanken und weiter gen Süden. Ja, das mit dem Diesel tanken klappte dann an der 3. oder 4. Tanke auch für uns Gringos. Sicherheitshalber lassen wir den 20 ltr. Reserve-Kanister wieder voll machen, denn der Chaco soll über hunderte von Kilometern sehr einsam sein. Und so ist es auch schon hier im trockenen Chaco, schnurgerade Straße nach Süden, teilweise mit undurchdringlichem Buschwerk, und immer wieder leuchten rot einzeln und in Gruppen Lapacho-Bäume, schon bei den Inkas als Allheilmittel hoch geschätzt und daher als Baum des Lebens bezeichnet.

Hier und da mal eine armselige Hütte aus Brettern, aus Wellblech und blauer Folie, hier und da mal ein kleines Dorf, an Flussläufen waschen die Wäscherinnen ihre „große Wäsche“ und Männer ihre Autos.

In Cabeza suchen wir die Plaza. Sie liegt gut 1 km abseits der Durchgangsstraße am Ende einer aufgewühlten und zerfurchten Erdstraße. Die möchten wir bei Regenwetter auch nicht unbedingt fahren müssen. Nachdem die beiden Taxi-Motorräder ihren nervenden Pendeldienst zwischen Ruta und Plaza eingestellt haben, wird es dann doch noch eine ruhige Nacht.

2011-07-24 bis 07-26
Kurz vor Camiri soll es eine Ökofarm der Familie Egon Wachtel geben, die Touren in den Chaco und auch ein paar Gästezimmer anbietet. Dies wäre doch ein feiner Ort, um ein paar Tage zu bleiben. Mitten im Urwald, etwa 3 km von der Ruta entfernt, finden wir dann auch die „Hacienda Yatigüigua“ (Ort des Wassers).

4 – 5 bellende Hunde begrüßen uns. Kurz darauf kommt Frieda, eine sehr liebenswerte Seniora. Nein, Tourismus betreibe sie schon seit 3 Jahren nicht mehr, es gab zu viele Probleme (mit was, haben wir leider nicht verstanden, Frieda spricht nur Spanisch), aber sie will uns gerne als ihre Gäste aufnehmen. Und schon öffnet sich das große Tor und wir können Platz nehmen. Auch eine heiße Dusche steht uns zur Verfügung. Auf Stromanschluss, WiFi und Handyempfang müssen wir hier im Urwald verzichten. Dafür gibt es für Lothar gleich erst einmal einen Kräutertee gegen die dicken Beine und Füße.

Auch verordnet Frieda Ruhe, Ruhe, Ruhe! Später bringt sie Grapefruits, frisch gepflückt vom Baum

Und so verwöhnt sie uns noch mit weiteren Spezialitäten: heißem gebackenem Kürbis, Maissuppe mit frischer Milch (beides war nicht so unser Geschmack, erinnerte zu sehr an Krankenhaus San José), weiteren Zitrusfrüchten und Bananen, natürlich alles frisch von der Farm.
Irgendwann lernen wir auch Jorge, ihren Mann kennen. Als er von unserer geplanten Route durch Paraguay hört, ist er sehr besorgt. Gemeinsam studieren wir die Karte. Immer wieder schüttelt er den Kopf und meint, das sei viel zu gefährlich. Wir müssten uns unbedingt in Camiri bei „ExCampamento Oficina GTZ“ erkundigen. Hier betreibt die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst ein gemeinsames Projekt „Chaco“. Friedas Vater, Egon Wachtel, ein deutscher Auswanderer, hat viel mit den Leuten dieses Projektes zusammengearbeitet.
Also fahre ich Montagmorgen mit Frieda in die Stadt. Zunächst müssen wir aber noch Mais in die Kornmühle zum Mahlen bringen. Das Maismehl kommt in Säcken auf den Pickup. Dann geht es zum „Einkaufszentrum“ der Stadt, zwei, drei Häuserblocks ein Miniladen neben dem anderen. Auch Frieda besitzt hier ein Haus mit div. kleinen Läden im Erdgeschoss. Das Obergeschoss wird gerade von Jorge renoviert, Wohnungen soll’s hier geben.
Schließlich erreichen wir die GTZ. Georg, der Projektleiter ist gar nicht begeistert von unserer Routenplanung mitten durch den paraguayschen Chaco entsprechend der Empfehlung im Reise Know-How: „Die Strecke gibt es doch gar nicht! Da finden wir euch ja nie, wenn was passiert! Wenn ihr Abenteuer wollt, dann nehmt doch wenigstens die „Busstrecke“, da fährt 3- bis 4-mal in der Woche ein Bus. Aber das geht nur bei gutem Wetter und mit geländegängigem Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit. Außerdem braucht ihr für mindestens 600 km Sprit und Wasser. Nee, Kinder, macht doch solch einen Blödsinn nicht. Fahrt über Argentinien, die Strecke ist zwar auch einsam, aber asphaltiert und ihr kommt sicher an.“ Das ist ’ne klare Ansage!

2011-07-27
Nein, so groß ist die Lust auf außergewöhnliche Abenteuer im Moment nicht. Also machen wir uns nach herzlicher Verabschiedung von Frieda – sie ist sehr froh und erleichtert, dass wir den Rat von Georg befolgen wollen –

auf den Weg Richtung argentinische Grenze.
Villa Montes, ein Wüstenstädtchen, lädt nicht wirklich ein, hier Station zu machen. Entlang der staubigen Ruta nur staubige Wellblech- und Plastikhütten, in denen verwelktes und staubiges Obst und Gemüse angeboten wird. Aber eine Plaza muss es doch hier geben, mit kleinen Almazenas, wo wir wenigstens das nötigste einkaufen können. Wir fragen uns wieder einmal durch und finden auf der anderen Seite der Ruta ein wirklich erstaunliches, quirliges Städtchen mit allem was das einkaufswillige Herzchen so gegehrt: eine schöne gepflegte Plaza mit Restaurants, Bars, kleinen Geschäften und Theaterhaus, den Mercado central, eine 2-geschossige Markthalle mit frischen Lebensmitteln und Nonfood-Angeboten.

2011-07-28
Erst nach Mittag machen wir uns wieder auf den Weg. Es ist inzwischen kurz vor 17:00 Uhr, ein Grenzübertritt zu dieser Zeit wahrscheinlich nicht ratsam, wer weiß schon, wie lange diese Grenzer denn so brauchen, bis alles kontrolliert und in irgendwelche Kladden eingetragen ist. Also übernachten wir noch vor Yacuiba, der Grenzstadt. Unterwegs werden wir immer wieder angehalten: Polizeikontrolle! Gegen Vorlage unserer Papiere, geziert mit einem „kleinen Geschenk“ von 2 Bolivanos öffnet sich schnell der Kettenvorhang und wir können zur nächsten Kontrolle weiterfahren.


Diese schmucke Soldatin hat kein „kleines Geschenk“ gefordert, auch nicht für das Foto!

2011-07-29
Es war eine gute Entscheidung, morgens über die Grenze zu gehen! Die Grenzstation gleicht einem orientalischen Basar: Verkaufsbude an Verkaufsbude, lebende Transportbänder, dazwischen LKWs, PKWs, sonstige fahrbare Untersätze und wir mitten drin.

Sofort werden wir von einem Guide geschnappt, der uns einen Parkplatz organisiert und mich nun auf Schritt und Tritt durch das Grenzschaltergewirr leitet. Die Absicht ist klar: ein paar Dollars muss diese Dienstleistung schon bringen. Nach 2 ½ Stunden ist es geschafft. Ausfahrt bitte links der Zollgebäude. Aber wieder werden wir gestoppt: Reifendesinfektion und Drogenkontrolle. Der Platz steht voll mit LKW. Aber gar kein Problem, der Einweiser in die Kontrollmaschine möchte gerne 10 Bolivanos haben, dann geht es ganz schnell. Wir haben die Faxen dicke, auch er bekommt sein „kleines Geschenk“ und wir können sogleich in die Maschine fahren, die uns auf Drogen scannt.

Nach weiteren 10 Kilometern erreichen wir das erste argentinische Dorf und machen erst mal Mittagspause mit frischem, wirklich frischem und leckeren Brot und Camenbert.



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7 Antworten zu Wir sind über ’n Berg

  1. Gudrun Stengel sagt:

    Hallo Rita, hallo Lothar,
    ich freue mich, wieder von euch zu hören bzw. zu lesen. Vor allem freue ich mich, daß es Dir, Lothar wieder besser geht. Ich hoffe, daß es so bleibt. Ich wünsche Euch weiter eine schöne, von Abenteuern freie Fahrt – und vergißt das Berichten nicht.
    Viele Grüße auch von Harald
    Gudrun

  2. Gerhild & Harald sagt:

    Hallo ihr 2,
    wir sind erleichtert, dass es Dir, lieber Lothar – und damit wohl auch Dir, liebe Rita – wieder besser geht und haben uns sehr über euren neuen Bericht gefreut. Dazu sprechen eure Bilder wieder einmal für sich: das „große Fressen“ im Casa Campestre (man sieht da auch, wo es bleibt), das „geschlechterorientierte“ Waschfest und das tolle Foto von Rita beim Grapefruitpflücken – nicht zu vernachlässigen natürlich auch der fesche „Naturgeist“ im Poncho (perdón, lieber Lothar) – dabei werden uns die starken Temperaturschwankungen deutlich, denen ihr ja ständig ausgesetzt seid. / Habt ihr eigentlich gehört, dass es im Juli in Potosi aber auch im Norden Chiles (u.a. in der Atacama-Wüste) heftig geschneit und die Minustemperaturen deutlich im negativen Bereich (bis zu -20 Grad) waren? Da hätte man schon gerne genug Gas zum Heizen!

    Auf dem Sattelitenbild von Google kann man sehr gut das Gebiet des Gran Chaco sehen und auch, wie wenig besiedelt der innere Bereich dort ist. Wir sind gespannt auf euer nächstes Lebenszeichen und auch darauf, ob euch eure Reiseroute vielleicht zu den Wasserfällen von Iguazú führt. Wir wünschen euch auf jeden Fall weiter einen guten Weg. Liebe Grüße vom schwül-warmen und feuchten Niederrhein! Gerhild und Harald

  3. Gerd sagt:

    Hallo Ihr 3. Oldies !
    Versuche Euch zu schreiben.
    Bin von Eurer Willenskraft begeistert. Die Berichte sind super.
    Drücke auch immer die Daumen. Weiterhin gute Reise!
    Gerd..

  4. Kanalratte sagt:

    Und da sindse wieder, und natürlich werde ich wieder gequält mit Anblicken eines grand bouffe. Also nee. Ich würde mir ja mal langsam so eine Art Dixidusche auf Hänger hinterherziehen. Habt ihr eigentlich keinen schwarzen Duschsack mit? (Sorry , is nur ne Frage, weil ich weiss, wie gerne ihr duscht. Wie wäre es mit einem Buch.: die Duschen Südamerikas .Insider berichten….haha….ist nur Spaß. Der muß jetzt mal wieder sein)Das Leben und die Bilder werden offensichtlich auch wieder bunter , und ich finde,es ist gut,dass ihr die argentinische Route genommen habt. Ist doch einfach stressloser.Es soll ja auch Urlaub sein, Programm hin oder her.
    Hier geht alles seinen sozialistischen Gang, dieBörse crasht heftig , Merkel und Sarkozy haben ein Kind gezeugt was viel Geld kosten wird ,Benzin bei 1,60 ,Sommer seit 6 Wochen Fehlanzeige ,quasi November ,mit 3 Tagen Unterbrechung, bin trotzdem segeln gegangen und habe mir die Groschot aus dem Block gerissen, als ich mal wieder eine der häufigen und gefürchteten (weil absolut unerwartet und heimtückisch…ich werde das nie begreifen.,wie die entstehen und wo die herkommen.. aus dem Nichts….??..)Hammerböen erwischt habe. Davor 2x schon die Mastrutscher abgesegelt, na, ja ihr wisst ja , ich habs gerne auf die harte Tour, (der Kahn kann ja nicht sinken)und lasse die Lappen stehen.Habe jetzt meinen Garten schön gemacht und fange an , meinen Dachboden auszubauen. Anfang Oktober werden wir ja Großeltern und da hätte ich schon ganz gerne etwas mehr facilities für meine „3 „Kids.
    Na denn, bis zum nächsten Blog. Ich freue mich schon!!!!! Gute Reise und viiiieeeel Spaaaaaass und gutes Wetter.
    eure Kanalratte

  5. Kanalratte sagt:

    PS, nochmals vielen Dank auch an Gerhild und Harald,die mich mit Kurzinfos versorgt haben.

    • Gerhild & Harald sagt:

      Hallo Walter, de nada, dafür sind ja offensichtlich Deine Brieftauben angekommen 😉 Wir haben Dich schon vermisst! Also im Oktober ist es soweit! Neulich hatten wir schon mal im Blog „nachgeschlagen“, wann Du den Opa angekündigt hattest (19.2. / 16.3.) und ein bisschen rumgerechnet. Auch daran merkt man, wie die Zeit vergangen ist. Ein paar Extragrüße nach Hannover! Gerhild und Harald

  6. Gerhild & Harald sagt:

    Liebe Rita, lieber Lothar,
    heute ist Samstag, ein richtiger Sommertag, beinahe schon wieder ein bisschen zu heiß, aber man kann es ja nicht allen recht machen. Obwohl wir (gefühlt) schon eine ganze Weile nichts von euch gehört haben, lassen wir erst mal Walters Brieftauben im Schlag 😉 und schicken einfach einen Gruß zum Sonntag nach Westen über den großen Teich in der Hoffnung, dass es euch relativ gut geht und die evtl. Durchquerung von Paraguay bei Asunción kein allzu großes Abenteuer war (oder ist, oder wird?).
    Wir fangen inzwischen langsam mit dem Packen für unsere (geführte) Südpolenreise an. Am Donnerstag fahren wir über Nordhausen nach Dresden, haben Karten für ein Ballett in der Semperoper und ein Zeitfenster für das Historische Grüne Gewölbe und werden so erst mal alleine die Stadt erkunden. Am Montag ist dann Treffpunkt der WoMo-Gruppe in der Nähe von Radeberg, wo natürlich auch das leckere Bier bei einer Brauereibesichtigung probiert werden kann (1 großer Schluck geht auf euer Wohl!). Wir nehmen zwar wenigstens unseren betagtesten Laptop mit, wissen aber nicht, wie die Möglichkeiten für den Internetzugang im Riesengebirge, dem Glatzer Bergland oder der hohen Tatra sind / na vielleicht Breslau oder Krakau / vielleicht müssen wir uns bezüglich eurer Reiseberichte aber eine Zeit lang einfach ein bisschen in Lese- und Kommentierabstinenz üben. Denken tun wir aber in jedem Fall immer an euch.
    Also – nun geht der Sonntagsgruß aber wirklich auf die Reise zu euch, passt weiter gut auf euch auf und hasta luegito! Gerhild und Harald

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