Cusco und kein Ende ?

Lunes, 2011-06-20 bis 2011-07-04

20.06.
jede Menge Infusionen und Injektionen von morgens bis abends,
den angekündigten Lungenfacharzt habe ich heute nicht gesehen,
Füße sind stark geschwollen: Dr. Naza: es fehlen Proteine!
Hier müssen Eier auf den Speiseplan.
Abends werde ich an Langzeit-EKG angeschlossen.

21.06.
Frühstück mit „zusätzlich“ 2 hart gekochten Eiern, sonst so spärlich wie gehabt,
probiere das Treppensteigen: fällt schwer, komme aber, wenn auch mit heftigem Husten, oben wieder an; Mittagessen wie immer kalt, selbst nach Mikrowelle nur lau, egal, es muss runter; dazu gibt’s Ensure, ein hochpotentes Aufbaumittel für Unterernährte, und das mir!!!
Infusionen sollen nach einem engen, auch mit den anderen Medikamenten aufeinander abgestimmten Zeitplan erfolgen. Die Realität ist weit davon entfernt, teilweise auch, weil die Ampullen nicht rechtzeitig geliefert bzw. geholt werden. Auch muss man die Schwestern immer wieder an ihren Job erinnern.
Der Lungenfacharzt lässt sich kurz sehen, streift mit seinem Stethoskop über meine beiden Pullover und findet alles in Ordnung, aus seiner Sicht sei ich entlassungsfähig.
Visite Kardiologe: noch keine Entlassung, aber schon mal umstellen von Injektionen/Infusionen auf Tabletten, Pülverchen und Säfte (bis auf Furosemid zum Entwässern).

22.06.
Husten hat wieder zugenommen,
zum Frühstück trockenes Brötchen und ein hart gekochtes Ei. Gut, dass wir uns einen kleinen Vorrat an gesunden Lebensmitteln angelegt haben, mit dem wir die krankhaft kohlehydrathaltige Krankenhauskost ein klein wenig ausgleichen können.
Injektionen, Infusionen, Medikamentengabe verzögern sich um mehrere Stunden
Visite Dr. Naza: mind. 1 Tag länger stationär; Fußschwellungen sollen gemessen werden.
Ich frage nach Massage/Lymphdrainage und finde damit bei Dr. Naza offene Ohren.
Abends eine tolle Überraschung: der Jefe des Club-Hotels, wo wir unseren Camper stehen haben, und seine Frau kommen zu uns zu einen Krankenbesuch in die Clinica und fragen, ob sie uns irgendwie behilflich sein können.
Fußmessung erfolgt ausgesprochen dilletantisch mit verdrehtem Maßband und neben den vorgezeichneten Stellen; so kann das nichts werden, wir werden das selbst in die Hand nehmen. Auch die Körperwaage hatte einen „Vorlauf“ von 2 kg!

23.06.
Wir messen die Elefantenfüße morgens und abends zur gleichen Zeit und stellen fest, dass sich bis auf marginale Schwankungen morgens/abends kein Trend zur Besserung abzeichnet.
Somy aus Marcapata hat heute Geburtstag und bekommt eine spanische Geburtstagsmail.
Erstmalig Dusche mit Spezial-Shampoo gegen Pitiriasis versicolor.
Irgendwie geht uns der ganze Krankenhausbetrieb und das ständige Aufpassen und Nachkontrollieren, dass Anweisungen umgesetzt werden, dass rechtzeitig die richtigen Medikamente zur Verfügung stehen etc. sehr an die Nerven und auf den Geist, Rita noch mehr als mir. Sie ist völlig erschöpft und fertig und mit ihren Kräften am Ende. Selbst gut gemeinte Telefonate aus der Heimat rühren sie innerlich auf, bis die Tränen kommen.
Dies alles wird sicherlich erst besser, wenn wir meine diversen Probleme wenigstens halbwegs in den Griff gekriegt haben, und wir unsere Fahrt – wie auch immer – fortsetzen können.
Ich hab heute das Bild von Christian und Matthias aufgehangen. Es strahlt für mich Mut und Zuversicht, Kraft und positive Energie aus, als wollten sie sagen: „Hey Alter, wir sind sicher, du schaffst das schon!“

24.06.
Fußmessung ergibt keine Änderung.
Bei der Visite musste ich mal etwas deutlicher werden:
„Yo no soy satisfecho con el tratamiento, desde 4 dias no mejora!“
Oxigenwert im Blut liegt bei 93, das sei ok. Ich habe aber nochmals auf eine Lymphdrainage und eine Erhöhung von Furosemid gedrungen, und dass ich seit bereits 3 Tagen keine Nikotin-Pads mehr gesehen habe. Es soll alles in die Wege geleitet werden. Vamos a ver!
Nachmittags erreicht uns ein Anruf von Walter; verständlicherweise sorgt er sich und hat Angst. Aber wir müssen mit den vorhandenen Gegebenheiten zurecht kommen und das Bestmögliche daraus machen. Wie heißt es doch so schön: „Man muss den Acker bestellen mit den Pferden, die man hat,“ oder so ähnlich.
Eigentlich sollte den ganzen Tag schon Blut abgenommen werden, um den Proteingehalt festzustellen. Abends um Viertel nach 9 taucht noch ein junger Mann aus den Laboratories auf, Kästchen unterm Arm: Blutabnahme! Er wäre wohl sehr gern wieder gegangen, falls mir das zu spät sei. Aber lieber so spät, als wieder geschoben. Er macht seine Sache erstaunlich gut, ist aber sehr nervös. Ich will mich bei ihm bedanken und meine Hand auf seinen linken Arm legen. In dem Moment zuckt seine rechte Hand mit der Spritze und der Ampulle hoch und die Spritze steckt in meiner Zeigefingerkuppe, die Ampulle fliegt durch die Luft. Sie verliert eine Menge Blut, geht aber Gott sei Dank nicht kaputt. In und um mein Bett sieht es aus wie nach einem Massaker, aber das ist Sache des Putzdienstes am nächsten Morgen.

25.06.
Fußmessung ergibt keine Änderung.
Beide schlecht geschlafen, auch Rita hat Luftnot, alles tut ihr weh: psychosomatisches Nervensyndrom?
Bei der morgendlichen Kleinvisite mit Ärztin und Pamela (offensichtlich zuständig für die Kontakte und Verständigung mit ausländischer Kundschaft) reklamiere ich erneut, das Furosemid von 3 x 20 mg auf 3 x 40 mg zu erhöhen. Das wird bei der Großvisite mit Dr. Naza bestätigt. Auch das Programm Lymphdrainage soll anlaufen. Trotzdem passiert in dieser Hinsicht schlicht nix, obwohl wir hier 16 Stunden am Stück Unterhaltungsprogramm genießen: alle 10 bis 15 Minuten wird die Tür aufgerissen, irgendetwas passiert oder auch nicht, außer irgendein Palaver von einer Schwester zur anderen.
Um 16:00 erinnere ich an den Fisioterapeuto und schrecke damit Ärztin und Schwester aus ihrer wohlverdienten Nachmittagslethargie. Man will sich kümmern. Ich habe den dringenden Verdacht, dass zu der Anordnung von Dr. Naza in der Visite bisher schlicht nix veranlasst worden ist.
Eine Stunde später taucht Pamela auf und meldet den Fisio für „seis y medio“ an.
Bis 19:00 wieder nix passiert. Ich erscheine erneut an der Schwesterntheke: „¿Donde esta el Fisioterapeuto?“ Die Ärztin bemüht sich ins Organisationsbüro der Station, wieder wird telefoniert, ich begebe mich in mein Zimmer und lege mich auf die Lauer.
Und tatsächlich, endlich gegen 19:30 taucht er auf, der „Fisio“. Ein lustiger kleiner Kerl, der aber offensichtlich in keinster Weise in meinen Fall eingeführt wurde. Jedenfalls musste er erstmal meine inzwischen umfangreiche Krankenakte studieren. Den Beinen/Füßen hat er wenig Zuwendung geschenkt, dafür umso mehr dem gesamten Thorax. Eine geschlagene halbe Stunde geknetet, gedehnt, geklopft mit seinen „mágicos manos“, und schon geht’s dem Alten ein bisschen besser mit der respiración. Morgen gegen 19:00 soll es weiter gehen.

26.06.
Die Tür knallt auf: „Hola, buenos dias, qué tal?“ Das 16-Stunden-Tagesprogramm hat begonnen. Rita plant schon mal die 2. Hälfte unserer Reise neu, das heißt, wir werden über Bolivien und Paraguay nach Brasilien einreisen. Ich versuche mit Exel eine gewisse Ordnung in die ständig wechselnden Medikamentenlisten zu bringen.
16:30 mich beschleicht mal wieder ein Verdacht und ich zähle meine Furosemid-Ampullen. Siehe da, es ist eine zu viel im Kästchen. Ab zur Schwesterntheke, dort stellt sich heraus, dass die Anordnung zur Verdopplung der Dosis noch nicht angekommen ist, obwohl die Medikamente (diesmal) schon geliefert wurden.

27.06.
Keine besonderen Vorkommnisse; dass ich den Infusionsschwestern beim Abzählen von 2 Ampullen behilflich sein muss, gehört ja inzwischen zum Standard, auch dass man über eine Stunde auf Toilettenpapier warten muss, dürfte den aufmerksamen Leser nicht wundern. Andererseits will die Schwester sich abends aus dem für eine gesamte Woche zusammengestellten Pillenarsenal die Pillen herauspicken lassen, die sie in ihrem Büchlein hat. Rita schleppt sie zur Pamela, ich habe Herzrasen, Druck auf der Brust und jede Menge Herzrhythmusstörungen.

28.06.
Trotz Verdopplung der Schlaftabletten alle halbe Stunde auf der Bettkante, um den schon mehrere-Hundert-Stunden-Schlafentzug weiter zu erhöhen. Dem entsprechend fühle ich mich bei der Visite: „muerte de sueño“. Offensichtlich wegen der Herz und Brustschmerzen soll wieder ein Langzeit-EKG gemacht und Furosemid wieder auf Tabletten 40 mg umgestellt werden. Man ist offensichtlich auch seitens des Hospitals bemüht, den Fall Hampe abzuschließen, und dazu muss ich von den Infusionen los.

29.06.
Mittwoch, alles im Haus ist sehr ruhig. Laura, eine deutsche Praktikantin, meint, heute ist doch Papsttag, also Feiertag. Meine Nachfrage, ob denn dann heute die Visite stattfindet, wird von der Schwester mit ja beantwortet.
15:30: bisher ist jedoch nichts passiert. Lothar schläft fast den ganzen Tag. Essen, trinken, Tabletten nehmen, Pippi und Caca machen und schon schläft er völlig erschöpft wieder ein. Viel Zeit um nachzudenken, nachzudenken, ob das hier alles noch so seine Ordnung hat, ob wir uns möglicherweise selbst entlassen müssen, ob wir die Weiterfahrt einfach antreten sollen, die Grenzen sind zumindest offen. Ich hab aber keine Ahnung, ob dies medizinisch der richtige Weg ist. Ist die stationäre Behandlung noch erforderlich? kann auch ambulant weiter behandelt werden? Ist Lothar hier mit den zu Verfügung stehenden Mitteln austherapiert? Kann ein Transport per Luftrettung vorgenommen werden? Oder müssen wir einfach nur von der Höhe runter, so wie es Doc Happy ja schon vor 3 Wochen empfohlen hat? Wird Lothar eine Fahrt bis La Paz aushalten, überstehen? Fragen über Fragen, aber keine Antworten.
Später machen wir einen Spaziergang durchs Haus, draußen vor der Tür ein Päuschen. Lothar hockt sich auf die Mauer. Dr. Cabezas, der Fisio, kommt. Herzliche Umarmung und Lothar kippt aus den Latschen. Nur mit Mühe können der Fisio und ich Lothar festhalten und ihn langsam nach unten gleiten lassen, kurz vorm totalen Blackout. Wir nehmen den Aufzug in den 6. Stock. Dank der hervorragende Fisioterapia stabilisiert sich Lothars Atmung an diesem Abend auch wieder.
22.00 Uhr, Kurzvisite von Dr. Naza. Die Strippen vom Langzeit EKG werden abgenommen. Lothar berichtet von seinem „Mauerfall“ und dass seine Hustenanfälle wieder deutlich zugenommen haben. Nach erneutem Abhorchen steht fest, dass ein Neumologe erneut einzuschalten ist, aber bitte nicht den bisherigen, er scheint unfähig zu sein. Si, ein externer Facharzt soll kommen! Die Medikamente werden wieder einmal umgestellt. Hoffen wir, dass dies auch bei den Schwestern ankommt und in die Tat umgesetzt wird.

30.06.
06:15 Nach 4 Tagen muss der „Einfüllstutzen“ für die Infusionen versetzt werden. Eine Schwester sucht und sucht und entscheidet sich für die rechte Hand. Ich empfinde das als relativ unglücklich, ergebe mich aber in mein Schicksal. Irgendwie läuft’s aber nicht so richtig mit der Infusion, es tut weh und die Hand schwillt an. Ich klingele nach einer Schwester: Infusion stopp, Schlauch ab. Dann hat man mich wohl vergessen. Ne Stunde später – ich bin ja geduldig – frage ich an der Schwesterntheke, was nun sei. Es stellt sich heraus, dass die Infusionsschwester Arterie und Vene verwechselt hat. Diese Erkenntnis betrachte ich nicht unbedingt als vertrauensbildende Maßnahme. Eine andere Schwester setzt die Kanüle neu, und die Infusion kann endlich anlaufen.
Sonst verläuft der Tag wie die Tage vorher: ständige Kontrolle der Schwestern, ständige Reklamation an der Schwesterntheke, hundsmiserables Essen – Kartoffelbrei, 1 (eine) Erbse, 1 ½ Frikadelle, Nudelsuppe – heftige Hustenattacken. Am frühen Nachmittag kündigt Pamela den Neumologen für 16 – 17 Uhr an.
18:00 Uhr, bisher ist nichts passiert. Lothar fragt an der Schwesterntheke nach. Dort weiß man von  nichts. Es wird telefoniert.
18:50 Uhr, Pamela taucht mit Dr. Apaza, dem „Unfähigen“ auf. Lothar regt sich naturgemäß fürchterlich auf, weil doch ausdrücklich mit Dr. Naza besprochen war, einen externen Facharzt hinzu zuziehen. Folge, extremer Hustenanfall bis kurz vorm Blackout. Völlig ungerührt wedelt Dr. Apaza mit seinem Stethoskop über Lothars Rücken. Nach 1 Minute kommt er zur Diagnose: „Liquid in der Lunge.“ Er murmelt irgendetwas von neuem Medikament und verschwindet.
20:30 Uhr, der externe Neumologe taucht auf, begleitet von einer Assistenzärztin. Er gibt sich erkennbar Mühe, eine Diagnose zu stellen: Krankenakte studieren, Abhorchen der Lunge, Röntgenbilder studieren, weitergehende Fragen stellen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Lothars größtes Problem das Klima in Cusco ist, es sei hier zu kalt und zu trocken, so übersetzt uns die Ärztin auf Englisch. Noch 3 Tage sind Antibiotika über Infusion zu geben und dann raus und eine Region aufzusuchen mit milderem Klima! Also runter von der Höhe!
Dank der intensiven Bemühungen des „Fisio“ haben die Füße wieder ihre normale Form erreicht. Die Therapie wird abgesetzt, ebenso die Infusionen mit Furosemid. Tabletten reichen aus, so die Information von der Schwesterntheke.

01.07.
Heute nix besonderes, nur die üblichen Querelen mit Schwesterntheke und Küche.
Die Auswertung des Langzeit EKGs konnte nicht vorgenommen werden, Dr. Naza hatte Notfälle zu behandeln.

02.07.
Die Füße sind wieder elefantenmäßig angeschwollen! Lothar fordert ein Gespräch mit Dr. Naza. Stattdessen kommt der Touristenarzt Dr. Pinedo. Er will sich um alles kümmern. Eine halbe Stunde später kommt Dr. Naza mit der Auswertung des Langzeit EKG, teilweise ist dies bedenklich. Deshalb werden die Herzmedikamente wieder umgestellt auf Concor, ein Medikament, was Lothars heimischer Kardiologe ohnehin schon in Deutschland verordnet hatte. Das Entwässerungsmedikament soll wieder als Infusion gegeben werden. Dies löst bei den diensthabenden Schwestern wieder mal totale Konfusion aus (20 statt 40 mg, falsche Tageszeiten, etc.).

03.07.
Visite Dr.Naza: Abstrich von gestern im Hals war positiv, also Fungo-Behandlung. Vielleicht brennt das Feuer in meinem Hals dann auch nicht mehr ganz so heftig, und vielleicht finde ich ja dann auch meine Stimme irgendwann wieder. Im Moment kann ich jedenfalls nur flüstern oder krächzen.
Nach dem Lunch (es gab Pollo, diesmal in Form von 3 Scheibchen Roulade, is ja schließlich Sonntag) kommen die Medikamente, zum Teil bereits abgesetzte, zum Teil nicht ausreichend, dafür erforderliche zum Teil gar nicht – ein hilfloses Durcheinander.
Der Nachmittag vergeht in endlosen Diskussionen über die aktuellen Anweisungen zu den Medikamenten, ob Tabletten, oder Infusionen, oder abgesetzt, oder neu im Programm. Auch zur Dosierung hört hier offensichtlich jeder irgendetwas anderes, und ständig muss beim Arzt nachgefragt werden.

04.07.
Der Tag der Entlassung?!?!?!?!
Infusionen heute erstaunlicherweise nach Tagen und Wochen wie verordnet.
Zum Frühstück 3 (!) Brötchen und ein Klecks Margarine sind das Ergebnis von 3 Wochen Bemühen, dem Küchenchef zu erklären, was ein Herzpatient und Diabetiker braucht. Dann taucht der um 10:00 auch noch auf und fragt nach unseren Wünschen. Wir sind ratlos.
Vom Abstrich aus dem Hals sei eine Kultur angelegt worden, über das Ergebnis sollen wir in 3 Tagen via E-mail unterrichtet werden, ich lass mich überraschen.
Mit Dr. Naza besprechen wir die Medikamente anhand Lothars Liste, und stellen fest, was noch alles fehlt, es ist ne ganze Menge. Offensichtlich hat es das noch nicht in dieser Klink gegeben, dass ein Patient Rezepte für ein halbes Jahr ausgestellt bekommt. Jedenfalls treffen erst einmal nur ein paar armselige, abgezählte Medikamente für die nächsten paar Tage ein. Wieder Reklamation. Dr. Naza ordnet erneut an und vergewissert sich, dass die Stationsärztin auch die richtigen Mengen aufschreibt. Inzwischen ist es schon 18:30. Pamela bemüht sich höchstpersönlich in die Farmácia. Auch hier herrscht ziemliches Durcheinander. Schließlich bekomme ich eine Tüte in die Hand gedrückt. Der Fisio ist inzwischen für die letzte Anwendung eingetroffen. Derweil kontrolliere ich sicherheitshalber die gelieferten Medikamente. Ihr ahnt es schon: Die Hälfte der Entwässerungstabletten fehlten, dafür gab es ein paar Schlaftabletten mehr und Nasenspray (stand gar nicht auf dem Medikamentenplan). Erneute Reklamation, ich bekomme ein weiteres Rezept, aber auch das ist falsch: statt 40 mg Furosemid nur 20 mg! Aber auch das können wir dann noch korrigieren, bei der Verabschiedung!

Um 20:00 kommen wir endlich raus. Wir laufen zu Fuß zum Club-Hotel. Ein betrunkener Security-Mann will uns unbedingt den rechten Weg weisen und lässt sich bis zum Hotel nicht abschütteln.
20:30 wir sitzen auf der Bettkante und sind einfach nur froh, wieder in unserem „Home, sweet home“ zu sein und trinken uns ganz in Ruhe ein Tässchen Bier!

 

Dieser Beitrag wurde unter Reiseberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Cusco und kein Ende ?

  1. Gerhild & Harald sagt:

    Liebe Rita, lieber Lothar,
    … noch einmal auch an dieser Stelle: wir wünschen Euch Mut, Zuversicht und ein bisschen Glück, um mit den momentanen Schwierigkeiten fertig zu werden – … damit der Wind auf Eurer Reise bald wieder im Rücken ist und die Sonne warm auf Euer Gesicht scheint …! Un abrazo muy fuerte, Gerhild und Harald

  2. Hola ihr zwei wie’s euch geht müssen wir ja nicht fragen. Wir hoffen in jedem Fall bald wieder besser. Bleibt stark und freud euch auf den nächsten Sonnenschein denn der kommt ganz bestimmt wieder.
    Ganz liebi Grüessli
    Aluis & Barbara

  3. Hildo Junior sagt:

    Dear Lothar and Rita. I had no idea of such a marvelous advanture you are facing!
    The pictures show a great part of this wonderful trip! You will have to translate the writing in to English….hahaha
    Lothar, hope to have you in Brazil all recovered and ready for some caipirinhas….
    Enjoy the trip and good luck!

Schreibe einen Kommentar