Cusco, Club Hotel

Viernes, 2011-05-20 bis Viernes, 2011-05-27
Wir fassen diese Tage mal zusammen, weil, sie sind allesamt der Entspannung gewidmet. Auch ein Langzeitreisender braucht mal eine Pause :-). Natürlich liegen wir nicht nur am Pool in der Sonne, nein, Auto wird mal wieder gründlich aufgeräumt und gesäubert, ein bisschen Charango geübt und auch Queña. Sauschwer, dem Teil eine Serie sauberer Töne zu entlocken und das auf 3 Oktaven. Da werde ich wohl noch viel Zeit brauchen. Mit dem Charango geht’s schon etwas besser, aber auch das braucht noch viel Fingerfertigkeit.
Natürlich kommt auch die Kultur nicht zu kurz. Auf unserem Boleto Turístico del Cuzco, auf dem wir seit geraumer Zeit herumreiten, sind auch noch Museen offen, die wir besuchen können, wie z.B.:

Qosqo Center of Native Art
In diesem Haus gibt es eine Abendveranstaltung mit Musik und Tänzen aus der Region um Cuzco. Forsche Männer und hinreißende Quechuafrauen, die in tollen Kostümen und farbenfrohen Trachten über die Bühne wirbeln.
Im Hintergrund ein vielstimmiges andines Orchester, das die Tänzer perfekt anheizt. (Wie leicht und einfach das alles aussieht, wie die mit ihren Flöten und Mandolinen und Charangas umgehen.) Ein gelungener Abend!

Museo de Arte Popular
Hier gibt es eine Menge zeitgenössischer Kunst auf viel zu engem Raum, die sich deswegen auch leider nicht immer so richtig entfalten kann. Gleichwohl findet man in dem Gewirr immer wieder Interessantes, Groteskes, Pittoreskes aus den unterschiedlichen Schulen der Region Cusco.

Museo Histórico Regional
Dieses Museum ist eingerichtet im Geburtshaus des wichtigsten Berichterstatters über die Inkazeit: El Inka Garcilaso de la Vega. Er war der Sohn der inkaischen Prinzessin Chimbu Oqllo und des spanischen Conquistdador de la Vega, also sowohl ein direkter Nachfahre der Inkas als auch Spanier. Nach dem Tode seiner Eltern ging er nach Spanien und schrieb die Erzählungen seiner Mutter und seiner inkaischen Verwandten nieder. Als fast noch Zeitzeuge konnte er sein Hauptwerk verfassen: »Comentarios Reales de los Incas«.

Daneben gibt es auch schon mal den ein oder anderen Einkehrschwung in die Kneipen und Restaurants der City rund um die zentralen Plätze mit ihren imposanten Bauten, die bei Nacht in’s rechte Licht gerückt werden.

Auch ein Frühstück im Hotel haben wir uns schon mal geleistet (natürlich erst, nachdem wir Oma Lilo zum Geburtstag angerufen haben!).

Leider war die Zahnbehandlung nicht so wirklich auf Anhieb erfolgreich. Also fahren wir noch einmal zum Medizinischen Dienst. Die behandelnde Zahnärztin ist nicht vor Ort, also bringt uns der Ambulanz-Fahrer zu einer anderen. Schnell hat sie erkannt, dass unter der Zahnkrone eine Entzündung ihr Unwesen treibt. Hier muss eine Wurzelbehandlung gemacht werden, in mehreren Sitzungen, die letzte am Mittwoch, den 01. Juni.
Da wir nun sowieso auf Warteposition sind, versuchen wir auch gleich, hier in Cusco neue Morfin-Tabletten zu organisieren. Die deutschsprachige Ärztin Gladys Oblitatas (Av. de la Cultura 3b, Urb. Mariscal Gamarra) ist wirklich empfehlenswert. Aber es ist doch schwieriger, als sie gedacht hat, und sie benötigt ein wenig mehr Zeit. Wir verabreden uns ebenfalls für Mittwoch.

Also beschließen wir, nicht länger im Club-Hotel zu bleiben, sondern auf Empfehlung des Hoteliers unseren beabsichtigten Ausflug in den Dschungel nicht über Pillcopata nach Ithahuania zu machen (Straßen teilweise nur mit geländegängigem Allrad benutzbar), sondern auf der neu ausgebauten „Interoceánica“ nach Puerto Maldonado.
Morgen früh soll’s losgehen. Also „el carro“ aufräumen, Wasser tanken, die Dusche noch einmal genießen und natürlich noch unseren Geburtstagsanruf bei Matthias machen. Wir lesen noch schnell die Nachrichten im www.latina-press.com . Und ihr werdet es nicht glauben: Straßensperren, heftige Proteste allenthalben in den Südprovinzen von Peru, insbesondere in und um Juliaca und Puno (die liegen natürlich, wie sollte es auch anders sein, auf unserer Route zurück nach La Paz). Aber die Ausfallstraßen von Cusco sollen laut der Dame an der Rezeption derzeit nicht davon betroffen sein. Vamos a ver a mañana!

 

Dieser Beitrag wurde unter Peru, Reiseberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Cusco, Club Hotel

  1. Klaus und Christa Otten sagt:

    Hallo Ihr Lieben!e

    Danke für Eueren Glückwunsch .Wir verfolgen Euch auf Euerer langen Reise
    Die Bilder und Berichte sind sehr spannend was Ihr alles erlebt ist bewunderwert .
    Wir haben am Freitag auch ein Glas auf Euch getrunken .

    Viele liebe Grüße der ganzen Gesellschaft und besondere von uns ,daß Ihr weiter
    eine gute Fahrt habt .
    Christa und Klaus

Schreibe einen Kommentar