La Paz bis Cusco

Viernes, 2011-04-29
Beim Lesen des Blogs von Stefan und Denice wird uns bewusst, dass auch wir für Peru noch keine Haftpflichtversicherung haben. Damit wir an der Grenze nicht so viel „Blackmoney“ bezahlen müssen, machen wir uns auf, in La Paz, Zona Sur, eine Agentur zu finden. Aber sowohl Credinform (Empfehlung Oberland) als auch Allianz (bei der wir für alle 6 Conesurstaaten eine Versicherung abgeschlossen hatten) sehen sich außerstande, für Peru eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, gerne für Bolivien, aber die haben wir ja schon! Schließlich geben wir entnervt auf, kaufen ein paar Leckerchen im HiperMaxi und fahren zum Oberland zurück.

Sábado, 2011-04-30
Seit 2 Tagen stehen wir nicht mehr alleine im Camp-Hof vom Oberland, ein französisches Paar und ein deutsches Paar mit Tochter sind auf dem Weg nach Süden. Da bietet sich doch ein intensiver Infoaustausch an. Aber das machen wir morgen. Heute muss erst noch Kati, Tochter von Bernd und Petra verabschiedet werden. Sie hat ihren Urlaub mit ihren Eltern verbracht, die auf einer 3 jährigen Reise durch Nord- und Südamerika sind. www.1001tageamerika.blogspot.com .

Domingo, 2011-05-01
1. Mai! Und wir sind immer noch in Bolivien. Eigentlich wollten wir bereits im Norden von Peru sein. Aber so ist das nun mal auf einer solchen Langzeitreise! Nun lassen wir uns von Bernd und Petra viele gute Tipps, Hinweise über Routen und Nachtstandplätze, Straßenzustände, Sicherheitslage etc. in den nördlichen Ländern geben. Später kehren wir noch im Restaurant vom Oberland ein, für ein paar Kannen einheimisches, dunkles Bier (Saya Negra, unbedingt probieren!).

Lunes, 2011-05-02
2. Mai, Feiertag in Bolivien, der 1. Mai wird nachgeholt! Heute geben wir unsere Infos über die südlichen Länder dieses Kontinentes an die beiden aus Chemnitz weiter. Auch ein bisschen PC-Arbeit ist angesagt.
Die Sache mit dem 2. Päckchen kommt uns doch ziemlich spanisch vor. Also ein Mail an Christian. Er antwortet auch sogleich und schickt die Einlieferungsscheine mit. Seine Nachforschungen bei DHL-Sendungsverfolgungen haben ergeben, dass das Päckchen vom 31.3. am 6.4. Frankfurt verlassen hat und auf dem Weg ins Zielland ist und dass das Päckchen vom 1.4. bereits ausgeliefert wurde. Hier ist irgendetwas oberfaul!

Martes, 2011-05-03
Früh morgens starte ich bei DHL eine Anfrage, wo unser Päckchen bleibt. Erstaunlich schnell erhalte ich eine Antwort: In der Tat dauere dieser Postweg ungewöhnlich lange. Man bittet uns um Entschuldigung, aber um die Angelegenheit aufzuklären, muss unbedingt der Absender einen Nachforschungsantrag stellen. Die ganze Prozedur kann 3 bis 4 Wochen in Anspruch nehmen. Es ist kaum zu glauben, unser Päckchen ist nicht im Chaos von Bolivien untergegangen, nein es ist irgendwo bei der guten deutschen Post, respektive dem weltweiten Konzern DHL abhanden gekommen!

3 bis 4 Wochen Nachforschung und noch mal 2 bis 3 Wochen Zollformalitäten in Bolivien! Nein, das ist zu viel! 5 bis 7 Wochen auf dem Hof von Oberland! Nein! Ein Blick in die Karten und wir entschließen uns, unsere Route zu ändern und schon mal nach Cusco und Machu Picchu zu fahren! Schnell ist unser Rolling Home aufgerödelt, Wasser getankt, Rechnung bezahlt, ein letztes Mal geduscht und wir machen uns auf nach Peru.

Wegen des fehlenden Versicherungsschutzes wollen wir den kleinen Grenzübergang bei Desagüadero nehmen, in der Hoffnung, dass die Beamten dort nicht so geldgierig sind. Da die Grenze abends um 17:00 geschlossen wird, übernachten wir im kleinen Ort Guaqui, natürlich wie so oft an der Plaza.

Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht, da klopft es zunächst an die Hecktür und kurzum an der Schiebetür. Wir öffnen. „Seit Wochen habe ich schon keine Touristen und schon gar keine Deutschen getroffen. Da muss ich doch mal Hallo sagen.“ Wir lernen Volker kennen, einen bemerkenswerten jungen Mann. Er ist mit seiner Mula Laia auf dem Inka-Pilgerweg von Oruro nach Cusco unterwegs. Bei Paceña und Kerzenlicht plaudern wir über seine Reise, seine Erlebnisse, seine Beweggründe, diese Reise zu unternehmen (auf seiner WEB-Seite www.volkerundnina.worldpress.com könnt ihr alles nachlesen).

Miércules, 2011-05-04
Am Morgen ein kurzer Blick zur Orientierung aus dem Fenster und – wir trauen unseren Augen nicht: sind da Extraterrestrians gelandet? Ein Wesen mit großem, grünen Zylinderkopf und gelben Armen, hinten sieht es fast aus wie ein irdischer Vierbeiner mit Schwanz, vollführt einen merkwürdig wippenden (Kult?) Tanz am Rande der so sicher geglaubten Plaza.

Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung fahren wir die 25 km zur Grenze. Unterwegs treffen wir Volker und Laia. Früh um 6:30 Uhr ist er an der Kirche gestartet (dort gibt es ein Pilgerlager). Er hofft, bis abends die Grenzstadt noch zu erreichen (hat er).

Wir erreichen die Grenze um 11:00. Bolivianische Seite: Personen-Einreisedokumente abgeben, das war’s. Weiter zur peruanischen Grenzkontrolle. Vor einem über die Straße gespannten Strick müssen wir stehen bleiben. Vorne rechts im Gebäude sind die Migrations-Formalitäten zu erledigen: Einreiseanträge ausfüllen, diverse Stempel von einem gelangweilten, fernsehguckenden Grenzer einsammeln, und weiter geht’s zur Dienststelle für die Einfuhr von Fahrzeugen gegenüber. Der eine Uniformierte fühlt sich nicht zuständig „Jefe“ macht das! Und dieser hat wohl zum ersten Mal in seiner Grenzerlaufbahn mit einem solchen Fall zu tun. Immer wieder rennt er hinaus, um irgendetwas an unserem Auto zu kontrollieren und um dann mit den Eintragungen im PC fortzufahren.

Schließlich ist auch das Einfuhrpapier für Fahrzeuge fertig.
Nun sollen wir noch nebenan bei der Polizei vorstellig werden. Keine Ahnung, was die nun noch wollen. Aber wir sollen es sogleich von dem sehr gewichtigen Ordnungshüter erfahren: SOAT! Versicherung! Ja, und die haben wir natürlich nicht! Wir legen ihm statt dessen unsere Grüne Versicherungskarte (ein Tipp von anderen Langzeitreisenden), dort steht immerhin etwas von „Seguro international“ drauf. Aber es war eben ein schlaues Bürschchen, er suchte in der Länderaufzählung nach Peru, fand er natürlich nicht, die Karte gilt ja auch nur für Europa. Aber Lothar ist eben doch noch ein bisschen schlauer und erklärt ihm, dass die Aufzählung nur die „Direcciónes“ der Versicherungsagentur in anderen Ländern darstellt. Nach eingehender Überlegung und Bedenkzeit glaubt er’s, trägt die Daten unseres Fahrzeugs in eine dicke Kladde und lässt uns gehen. Geschafft! Denkste, nun kommt da noch ein Mädel an und fragt, ob wir Tiere dabei hätten. Unser eindeutiges Nein! scheint ihr nicht zu gefallen. Wir sollen 5 Soles bezahlen. Wir weigern uns. Schließlich kommt ein Polizist, lässt den Strick runter und wir können einreisen. Geschlagene drei Stunden haben wir an dieser Grenze verbracht und stürzen uns nun in das bunte peruanische Verkehrsgetümmel.

Neu für uns: Dreirad-Pedalos mit einer offenen Sitzbank für 2 Leute oder alles Mögliche beleben das Straßenbild auf ihre eigene Art.

Bei der Weiterfahrt sieht Lothar aus dem geübten Augenwinkel links in einem kleinen Ort eine imposante Fassade zwischen den Häusern. Zeit für einen späten Frühschoppen.

Dann endlich der Titicacasee: sooft von gehört, sooft von gelesen, so viele Bilder gesehen und jetzt sind wir hier und sehen alles mit eigenen Augen. Das ist eine Mittagspause wert mit Blick auf den Uferstreifen, der hier bis in den Schilfgürtel hinein landwirtschaftlich genutzt wird.

In der Folge fahren wir durch ein Gebiet, das in der Nähe des Titicacasees durch Ackerbau und Viehzucht geprägt ist, ganz anders, als auf dem einsamen bolivianischen Altiplano. Andere Familien betreiben Fischfang oder Fischzucht, worauf die Boote am Ufer und die im See schwimmenden Aufzuchtkäfige hinweisen.

Wieder andere gehören offensichtlich zur Zunft der Seilmacher. Mehr als 100 m schätze ich die Stellagen, über die die Schnüre laufen, die dort zu dicken Seilen zusammengedreht werden.

Es gibt auch erstaunlich viele Esel, Mulas, Schafe, Rinder, Schweine und Llamas, Alpacas und hin und wieder auch Vicuñas. Viele kleine Dörfer, Frauen in ihren farbenprächtigen Trachten mit den andentypischen Hüten auf dem Kopf, das Haar in dicke, schwarze Zöpfe geflochten.

Juves, 2011-05-05
Die Nacht haben wir auf dem großen Parkplatz am Fähranleger der Touriboote zu den Schwimmenden Inseln der Uros verbracht (S 15°50,152’ / W 070°01,056’), ruhig und sicher. Auch über Tag ist dies ein sicherer Standplatz, wenn man die Schwimmenden Inseln aufsuchen möchte. Der Platz wird von einem Polizisten bewacht. Wir haben ihm kurz Bescheid gesagt, und schon hat er sich in der Nähe unseres WoMo postiert. Wir konnten also ganz beruhigt zu den Inseln fahren.

Mit einem kleinen Motorschiff geht’s zunächst auf einem Kanal durch den Schilfgürtel. Unser Guide erzählt uns einiges über die Geschichte und wir erfahren dabei, dass die echten Uros, die ursprünglichen unbezwingbaren Inselbewohner inzwischen ausgestorben sind. Ihre Nachfolge haben Mestizen der Aymara und Quechua angetreten, die aber die Tradition ihrer Vorgänger aufrecht erhalten.
Der Titicacasee ist mit 8562 km² 13 mal so groß wie der Bodensee und mit seiner Höhe von 3.810 m der höchstgelegene schiffbare See der Erde. Der größere Teil gehört zu Peru, der kleinere zu Bolivien (die Peruaner behaupten, Titi gehöre zu Peru und Caca (Scheiße) gehöre zu Bolivien). Naja.
Auf der ersten Insel, die wir anlaufen, werden wir von den Bewohnern herzlich begrüßt und lassen uns im Halbkreis zu einem Vortrag über die traditionelle Art des Inselbaus nieder.

Klar, dass sie anschließend noch einiges von ihren „Artesanías“ verkaufen wollten. Zum Abschied gab es Gesungenes sowohl von den Inselbewohnern als auch von jeder ethnischen Einheit der Besucher und auch einen Halsumhänger für jeden Besucher, der ein kleines Schilfboot darstellt.

Dann fuhren wir mit zwei Schilfbooten zu einer anderen etwas größeren Insel mit Forellenteich und Restauration.

Wir hatten genügend Zeit, die Insel zu erkunden,

den Aussichtsturm zu besteigen, und uns ein kühles Blondes zu gönnen.

Bei der Rückfahrt bestaunten wir, wie ein ambitionierter Architekt ein Luxushotel gefühlvoll in die Uferlandschaft hineinkomponiert hat.

Gleich darauf hatten wir auch schon einmal einen Blick auf die „Yavari“, das Motorschiff, dem wir morgen noch einen Besuch abstatten wollen.

Nachmittags zurück, suchen wir eine Versicherungsagentur auf, denn völlig ohne Minimalhaftpflicht in Südamerika herum zufahren, finden wir doch ein bisschen leichtsinnig. Von Bernd hatten wir erfahren, dass wir nun für jedes Land bei Grenzübertritt eine separate SOAT abschließen müssen. Wenn dies an der Grenze nicht möglich sei, dann doch gleich in der nächsten größeren Stadt. (Diese Version hatten wir auch von unserem Versicherungsagenten in Buenos Aires gehört.) Aber leider konnte uns die freundliche Dame nicht weiterhelfen. Wir möchten doch bitte nach Juliaca fahren. Dort sei die Dirección. Also wieder nix!

Viernes, 2011-05-06
Bevor wir uns nach Juliaca aufmachen, besichtigen wir noch die 1862 in England als Kanonenschiff gebaute Yavari. Sie wurde in Arica in ihre Einzelteile zerlegt, mit der Eisenbahn nach Tacna gebracht und von dort aus mit Mulas und Llamas zum Titicacasee transportiert. Dort schraubte man alles wieder zusammen, und so sie tuckerte sie zwischen Puno und Guaqui und zur Versorgung der Inseln über den See. Nun liegt sie bis zur ihrer vollständigen Renovierung am Bootsanleger des Hotels Sonesta Posadas del Inca (übrigens kann man hier auf dem Parkplatz auch übernachten). Eigentlich macht die alte Dame schon wieder einen sehr gepflegten Eindruck, im Maschinenraum sind Kupfer und Messing auf Hochglanz poliert.

Wann das Schiff allerdings wieder komplett seetauglich sein wird, hängt maßgeblich vom Spendenaufkommen der Besucher ab.

Mittags gibt es die berühmte „Trucha del Lago de Titicaca“, die ich morgens frisch auf dem Markt gekauft habe. Leider hatte sie einen leicht moddigen Geschmack, aber dies ist wohl ganz normal bei einem fast stehenden Gewässer. Es ist nun mal keine Bachforelle aus einem bergischen Bächlein.

Wir erreichen Juliaca, wir suchen und finden dann auch irgendwann die Dirección für unsere SOAT mitten im Verkehrsgewühl der Großstadt von 80.000 EW, unerträgliche Lärmbelastung, Hupen ohne Ende, Trillerpfeifen der Polizisten, Alarmanlagen parkender Autos im Dauereinsatz, Fanfaren der Collectivos, alles übertönt von Megafons auf Werbeautos. Auf 2 Spuren drängelt sich mehr schlecht als recht eine 3-spurige Karawane mit Zentimeterabstand im Stop and Go vorwärts. Dazwischen kreuz und quer Fahrräder, Motorräder, Fahrradrikschas, Motordreiräder, Motortaxis – Fußgänger haben kaum eine Chance und müssen mit ihrem Gepäck und ihren Kinder zwischen den Fahrzeugen hin und her springen. Hier möchten wir nicht leben! Bilder hierzu gibt es leider keine, wir waren viel zu entnervt, obwohl wir für einen Fototermin ja fast alles tun und ertragen.

In der SOAT-Dirección versichert uns der überaus freundlich Carlos, selbstverständlich sei eine SOAT möglich, 78 US$ sei der Preis für ein Jahr, kürzere Laufzeiten nicht möglich. Der Preis entspricht dem, den wir schon kannten. Also klar, wir wollen die Versicherung abschließen. Bis die Police fertig sei, daure es aber leider 2 Stunden. Auch OK. Wir treiben uns ein bisschen zu Fuß in der Stadt herum, und versuchen, den ohrenbetäubenden Lärm zu ignorieren, leider erfolglos. Pünktlich um 17:30 finden wir uns wieder im Versicherungsbüro ein, aber die Police ist noch nicht fertig. Wir warten. Schließlich, nach unzähligen Rückfragen und Telefonaten unseres wirklich netten Carlos mit irgendwem und weiteren 2 Stunden Wartezeit weht eine junge Frau herein mit unserer Police unter dem Arm. Nur noch unterschreiben, bezahlen und wir können diese ungastliche Stadt verlassen. Doch bei näherem Hinschauen gilt die Police nur 3 Monate, daher kostet sie auch nur 64 $. Dies ist ein totales Missverhältnis. Wir lehnen diese Police ab und verlangen eine Änderung der Laufzeit. Sorry, das kann ich nicht machen. Sie müssen damit zur Dirección nach Cusco. Wir sind es leid, schnappen uns sämtliche Unterlagen, auch die, die für Carlos Akten bestimmt waren, verlassen die Agentur und die Stadt. Es ist bereits stockfinster, die Schlaglöcher sind immens groß und überall auf der Straße. Ein Scheinwerfer ist ausgefallen. Wir übernachten an der erstbesten Tankstelle hinter der Stadtgrenze.

Sabado, 2011-04-07
Weiter geht es über den peruanischen Altiplano zwischen 3.800 und 4.000 m. Llamas und Alpakas auf den Wiesen, eingerahmt von Eisriesen mit 5 – 6 Tausend Metern. Mittags passieren wir den 4.338 m hohen Pass La Raya, als „Punto Culminante“ die Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik. Hier befindet sich auch die Quelle des Rio Santa Rosa, der später als Rio Ayviri in den Titicacasee fließt.
Eine halbe Stunde später erreichen wir die Aguas Calientes, ein Thermalbad, das die Inkas schon zu schätzen wussten. (S 14°27,070’ / W 071°04,363’)

Domingo, 2011-04-08
Dieses Bad ist unbedingt empfehlenswert, keine Touris, ausschließlich Einheimische, die hier zum sonntäglichen Badevergnügen mit der ganzen Familie anreisen und auch gleich ihre Wäsche zum Waschen mitbringen. Selbst eine Hochzeitsgesellschaft hält dies wohl für einen geeigneten Ort, mit Kind und Kegel diesen besonderen Tag zu verbringen. Nach ausgiebigem Frühstück mit „Ham and Eggs“ und sortieren der Pillen für die nächsten 4 Wochen

geht’s hinein ins nasse Vergnügen. Selbst auf über 4.000 m bedarf das keiner Selbstüberwindung, das Wasser hat angenehme 38°.
Vorher haben wir für Rita noch einen knappen, knallroten Badeanzug gekauft und für mich eine angemessenen Badehose „Nr. 13“ (das ist nicht die Konfektionsgröße!). Mit meinen knappen Höschen traue ich mich hier nicht unters Volk als wohlbeleibter, 63-jähriger Pensionär (das bin ich nämlich nun seit 8 Tagen).

Mittags fahren wir dann entlang des Rio Vilcanota, eine sehr schöne kurvenreiche Strecke, auf gut ausgebauter Straße, vorbei an vielen kleinen Dörfern und Städtchen, bewirtschafteten Feldern bis hoch die Hänge der Anden hinauf. Es muss heute ein besonderer Tag sein. 20 km vor Cusco feiern viele Menschen neben der Straße und auch auf der Straße, im Freien und in unzähligen Straßenkneipen. Im „Stop and Go“ geht es zwischen den vielen Menschen hindurch. Aber eines ist auffällig: kein Hupen, keine Fanfaren, kein übermäßiger Lärm, kein Juliaca! So erreichen wir „La Quita Lala“ unseren Nachtstandplatz nördlich von Cusco erst im Dunkeln. Leider macht dieser Platz nicht den in der Reiseliteratur versprochenen Eindruck. Eine Hühnerwiese ohne jegliche Infrastruktur und nach stärkerem Regen wohl nur mit Allrad befahrbar, das versprochene WIFI gibt’s leider auch nicht. Lange werden wir hier wohl nicht bleiben.

Über unsere Eindrücke und Erlebnisse von und in Cusco und über Machu Picchu werden wir dann im nächsten Artikel berichten.

 

Dieser Beitrag wurde unter Bolivien, Peru, Reiseberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu La Paz bis Cusco

  1. kanalratte sagt:

    hallo ihr 2

    na, das hat doch was. Schön relaxen bei titti und cacca 38.Grad ist aber ganz schön heiß.
    Nette Bilder. Diesmal sehr fröhliche Ambiente. Sehr holidaymäßig!Und scheinbar schmeckt das Bier ja richtig gut. Habe mir daraufhin spontan ein Köstritzer Dunkel gegönnt. Na denn ,auf euer Frührentnerwohl!
    Hier ist Hochsommer und alles vertrocknet. Das Steinhuder Meer verliert wieder bedenklich an Wasser. Wenn du mich sehen willst, google mal unter BSV Steinhude Webcam.Skype klappte leider nicht.
    Bis bald und weiter viel Freude
    Walter

    • Gerhild sagt:

      Ist das nicht nett von den Oldies, dass sie für Dich, lieber Walter, ein paar Extra-Fotos gemacht haben?! Ich bin – wie Du – „dran“ geblieben und habe gerade den aufregenden Bericht gelesen. Harald zieht morgen nach – mit der neuen asphärischen Linse im linken Auge. Schade, am Steinhudermeer ist es schon dunkel 😉 Gerhild

  2. Gerhild & Harald sagt:

    Hallo Ihr 2,
    das Dilemma mit dem Postversand hatte ich (Gerhild) fast gefürchtet – allerdings nicht unbedingt bei der deutschen Post 🙁 Harald war da optimistischer, aber da nach Murphys Gesetz gilt: „Whatever can go wrong, will go wrong“ ist es nun mal so gekommen und ihr habt wohl das Beste daraus gemacht und seid (wahrscheinlich noch gut versorgt mit der bolivianischen Lösung) zum „Nabel der Welt“ nach Cusco gereist (das soll laut Wiki die Bedeutung von Qusqu oder Qosqo auf Quechua sein).

    Beim Lesen eurer Erlebnisse – vor allem denen mit Polizeidienststellen und Behörden haben wir öfter mal „ madre mia“ ausgestoßen – so lebendig und bildhaft ist eure Schilderung dieses Reiseabschnitts. Nun kennen wir auch ein Stück von Ritas rotem Badeanzug aber noch nicht Deine angemessene Badehose, lieber Lothar! Eine kleine Überraschung war für uns auch Volkers Begleitung Laia. Ist schon toll, auf wie verschiedene Art man die Welt kennenlernen kann (nur konnten wir leider den von euch dazu angegebenen Link nicht öffnen).

    So Ihr 2, das war ein Gruß zum Sonntag. Wir sind gespannt, wann euer Päckchen endlich den Weg nach La Paz findet und natürlich freuen wir uns auf den nächsten Bericht zu Cusco und der „verborgenen Stadt“ Machu Picchu. Wir bleiben dran 😉 Liebe Grüße, hasta luego! Gerhild und Harald
    Randnotiz: Im Reisebericht ist ein kleiner Datumsfehler am 7.5. und 8.5. Dort ist versehentlich jeweils stattdessen der Monat 4 reingerutscht.

  3. peter albrecht und uschi hafner sagt:

    danke für eure Reiseberichte ,sind für uns sehr hilfreich ,da wir im Oktober mit der
    „Grande Francia “ und unsern erprobten MB 100 in Bunos Aires anlanden.
    Die Reiseplanung bei uns geht von einem jahr Südamerika aus.
    Weiterhin für eure Reise alles gute,vieleicht trift man sich.
    Uschi und Peter.

  4. Jürgen sagt:

    Soweit ich nun erfahren habe, soll die „Quinta Lala“ Ende des Jahres ganz geschlossen werden. Die Pacht vom benachbartem Hotel stand schon seit Jahren unter einem grossen Fragezeichen. Eigentlich schade, aber Helmie und Gonna sind nun letztes Jahr nach Guatemala gezogen. Helmie hat eigentlich den Platz und die Technik immer gut am Laufen gehalten, und er war stets sehr hilfereich, aber wir waren eine Zeitlang dort während Helmie in Europa war, und schon damals sind dann nicht alle Dinge perfekt gelaufen… Der Platz war aber für Jahre DER Treffpunkt für Overlander.

  5. Verena Spitzhüttl sagt:

    Hola Rita y Lothar,
    vuestras fotos me quitan el aliento.Son incrediblemente aventurosas las experiencias que estais haciendo.Por favor, traedme un pequeno guanaco.
    Os deseo que tengais buena salud!!!!
    Os envio un cordial saludo desde Colonia,
    muchos besos,

    vuestra Nena, la que esta haciendo un curso de espanol

Schreibe einen Kommentar