Ushuaia – Punta Arenas

2011-01-08
Zunächst mal ein kurzes Statement: Bedauerlicher Weise – und es ist uns manchmal auch ein bisschen peinlich – sind einige Kommentare unter Spam eingegangen. Leider sind wir Oldies blutige Laien, was das Handling eines Blogs angeht. Und hier in Povenier, wo wir wieder einmal auf Warteposition sind und die seltene Gelegenheit haben, von unserem WoMo aus ins Netz zu kommen, ohne Sitznachbarn in allen Sprachen der Welt zu haben, konnten wir uns in einen Teil der Geheimnisse eines solchen Blogs einarbeiten. Wir haben alle lieben und konstruktiven Kommentare frei geschaltet. Wir versprechen, in Zukunft alle Kommentare – auch die, die unter Spam abgeheftet sind – zeitnahe zu bearbeiten.

Domingo 2011-01-09
Kaum sind wir hinter der argentinischen Grenze auf der Schotterstrecke im Niemandsland, kommt uns eine Riesenstaubwolke entgegen, mittendrin ein großer Lkw. Mit unverminderter Geschwindigkeit brettert er an uns vorbei, es macht „Klack“, und es reift die Befürchtung, dass nun auch wir „gezeichnete“ Schotterpistenfahrer sind. Richtig, nachdem sich die Staubfahne einigermaßen gelichtet hat, grinst uns eine nicht unerhebliche Macke in der Windschutzscheibe an. Beim Weiterfahren drücken wir immer schön die Fingerspitzen gegen die Windschutzscheibe, wenn uns einer entgegenkommt bzw. überholt. Angeblich soll das helfen, oder ist das mehr eine Art Beschwörungsformel? Egal, wir haben heute noch 150 km Schotter vor uns.
Auf halber Strecke, just als Lothar nach 1 Stunde ein Päuschen braucht, taucht doch tatsächlich unvermittelt wie hingezaubert ein kleines Wäldchen in der ansonsten baumlosen Pampa auf.

Hier gibt es den Nachmittagsespresso, an den wir uns schon so gewöhnt haben. Dann geht’s weiter auf der sehr gewundenen Küstenstraße entlang der Bahía Inútil, Berge rauf, Berge runter, am Ufer kleine Wellblechhütten von Fischern (ob die da wirklich wohnen?).
In Porvenir angekommen (kleine Provinzstadt mit 5.000 EW) sind wir dankbar, gleich am Ortseingang die Tankstelle zu finden. Die letzte Tanke in Argentinien hatte nämlich leider keinen Diesel mehr, vielleicht in 3 Tagen wieder, aber is’ ja noch ma’ jut jejange.
Am Fähranleger, 5 km vor der Stadt, sieht schon alles ziemlich geschlossen aus. Lothar fragt ein paar Arbeiter, wann die nächste Fähre geht. Die grinsen von einem Ohr zum anderen: „Martes, a las dos horas.“ „Come? Lunes …“ „No, Martes, dos horas!“ Na, das ist ja wirklich prima, erst am Dienstag geht wieder eine Fähre nach Punta Arenas, das heißt, wir werden uns 2 Tage in diesem kroatisch-chilenischen Nest einrichten. Aber Warten auf irgendwas haben wir ja inzwischen gelernt. Wir werden das Beste daraus machen.
Wir nehmen einen Anhalter mit zurück ins „Dorf“, sprachlich hardcore! Chilenisches Spanisch auf Tierra del Fuego von einem Opa kroatischer Abstammung, dem einige Zähne fehlen. Wir verstehen mal wieder so gut wie nix.

Lunes, 2011-01-10
Natürlich sind wir noch in Porvenir, ärgern uns ein bisschen über das Mädel in dem Office für Touristen-Information und Museum. Kein Wort außer spanisch und – wie uns scheint – auch etwas begriffsstutzig. Immerhin bekommen wir einen Stadtplan, in dem wir alles markieren, was wir dann selber herausfinden. Die Fähre geht morgen, aber erst um 19:00. Wir finden die Pandería, den Supermercado

und die Carnisería. Zum draußen Grillen ist es zu windig, Rita macht eine Zwiebelfleischpfanne, wir testen diverse Biersorten

– und schon geht’s uns besser. Auch unser erster Versuch mit dem Skypen hat geklappt. Der Akku unseres Laptops geht aber in die Knie und wir laden mit der Autobatterie auf, sicherheitshalber an einer abschüssigen Straße, falls bei der Aktion auch die Autobatterie ihren Geist aufgibt.
Nachmittags fahren wir ein bisschen nach Norden entlang des Estrecho de Magellanes übers Land und kommen vorbei an großen Salzseen, wo Leute gerade dabei sind, Salz zu ernten.


Ansonsten eine sehr einsame Landschaft ohne optische Reizüberflutung – man kann die Seele baumeln lassen.
Auf dem Rückweg besuchen wir die „Plaza Sélk’nam“, eine Gedenkstätte zu Ehren der indianischen Ureinwohner. Vor ca. 11.000 Jahren, als die Estrecha de Magellanas noch zugefroren war, kam eine Gruppe von Jägern und Sammlern vom nördlichen Kontinent zu Fuß nach Feuerland, sie nannten es „Karukinka“ (= unser Land). Die Guanacos lieferten ihnen alles, was sie zum Leben brauchten. Bei Beginn der heutigen Besiedlung ab 1881 gab es noch ca. 4.000 Onas, die sich selbst Sélk’nam nannten. Obwohl äußerlich groß, stark und energisch, wichen sie vor den neuen Ansiedlungen zurück und starben aus.

Martes, 2011-01-11
Positiv an Porvenir ist, das man hier mit seinem WoMo mitten im Städtchen am Park residieren kann, das Ganze mit WiFi-Verbindung und 5 min. zu Fuß zu den wichtigsten Läden. Nur warme Dusche gibt’s leider nicht. Rita versucht, unsere Firewall zu aktualisieren, ich mache Mate, woraufhin spontan eine steile Falte auf Ritas Stirn entsteht. Ob sie bei dem kalten, windigen Nieselregenwetter vielleicht doch lieber einen Grog gehabt hätte?
Minimercado: ich soll Eier kaufen – ich sehe keine – was heißt noch mal Eier auf spanisch – ist mir momentan entfallen – ich zeige die Form eines Eies mit den Fingern und gackere überzeugend wie ein erfolgreiches Huhn – habe die Lacher auf meiner Seite und flugs die Eier im Körbchen. (ps: Ei = huevo!)
Wir nutzen die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre und machen noch eine Runde durch’s „Dorf“ unter architektonischen Gesichtspunkten. Dabei entdecken wir auch das erste Kino auf südamerikanischem Boden. Sieht ein bisschen aus wir Hüttenhausen, atmet aber Historie.

Kurz nach 18:00 läuft die Fähre ein: „Crux Australis“ und hält sich bei heftigem Seitenwind unter Motor einigermaßen an der Rampe. „Crux“: wenn das mal kein böses Omen ist. Rita bemüht sich in dem total überfüllten Restaurant „El Pingüino“ um Billetas. Ich versuche, die Spur- und Platzwächter zufrieden zu stellen. Kurz nach 19:00 geht’s tatsächlich los. Bei der Ausfahrt aus der Bucht von Porvenir begleitet uns eine Schule übermütiger Delphine, die uns mit ihren gekonnten Luftsprüngen unterhalten.

Nach 2 ½ Stunden sind wir heftig durchgeschüttelt und gehen in Punta Arenas an Land. Da unsere Macke in der Windschutzscheibe inzwischen zwei strahlförmige Risse dazu bekommen hat, beschließen wir, in P.A. erst mal Station zu machen, um morgen diesem Problem beizukommen. Es ist schon nach 22:00, und wir nehmen wie gewohnt ein Plätzchen an der Uferpromenade nahe der City ein. Ein wenig verwundert sind wir schon über die vielen beflaggten und hupenden Autokonvois. Na ja, da wird wohl der positive Ausgang eines Fußballspiels gefeiert. Später sehen wir dann noch mit einigem Stirnrunzeln mehrere Feuer entlang der Uferpromenade mit schweren, schwarzen Rauchfahnen. Das irritiert uns, aber es ist ja weit weg, und wir gehen erst mal schlafen.

Miércules, 2011-01-12
Ein frisches Brot zum Frühstück wäre jetzt nicht schlecht. Also erst mal auf in die City, die Touristen Information suchen. Auf dem Weg dorthin umfahren wir einige noch glimmende Feuerstellen auf den Straßen, einige Betrunkene sind in Prügeleien verwickelt. Ansonsten macht die gesamte City allerdings einen ziemlich geschlossenen Eindruck. Schließlich finden wir dann doch eine angelehnte Tür bei „Frieda Lange & Co“, einem Laden, der Stadtrundfahrten organisiert (www.friedalange.com). Der junge Mann spricht hervorragen englisch und ist super hilfsbereit. Von ihm erfahren wir, dass ein großer Streik ausgebrochen ist (der erste seit den 80er Jahren), weil die Gaspreise massiv erhöht worden sind. Es sei sehr schwierig, heute irgendetwas zu bekommen. Gleichwohl greift er unverzüglich zum Telefon, um für uns eine Werkstatt zu finden, die vielleicht den Schaden an unserer Windschutzscheibe reparieren kann. Er wird auch tatsächlich fündig, und damit beginnt für uns eine Stadtrundfahrt der besonderen Art. Die erste Werkstatt kann nicht weiterhelfen, da die Macke schon Risse ausgebildet habe, die zweite könnte zwar, hat aber nicht das Werkzeug und das Material auch nicht, nach Aussage der dritten lasse sich das nicht reparieren und man müsse eine neue Scheibe einbauen, und die müsse aus Santiago herbeigeschafft werden. Und so geht das weiter, kreuz und quer durch Punta Arenas, bis wir schließlich bei Toyota in der „Sanhuesa“ landen (www.violic.cl). In bestem Englisch werden wir auf nachmittags 15:00 bestellt, die Reparatur dauere 1 Stunde. Na, das ist ja wohl eine gute Nachricht, und wir machen uns wohlgelaunt ans Mittagessen. Tatsächlich steht um 15:00 ein Mechánico mit Spezialwerkzeug im Koffer bereit und begibt sich professionell ans Werk, wir fühlen uns an „Carglas“ erinnert.

Wir sind gespannt, wie lange dieses Wunderwerk der Reparaturkunst hält, schließlich haben wir noch viele Hunderte von Kilometern Schotterstrecke und Wellblechpiste vor uns. Auf jeden Fall werden wir diese Macke scharf im Auge behalten.
Bei unserer ganz speziellen Stadtrundfahrt hat uns ein älterer Herr (in unserem Alter J) in bestem Deutsch angesprochen und uns seine Straße, die „Sarmiento“, als sicheren und ruhigen Nachtstandplatz empfohlen. Bei dem massiven Streik könne es, insbesondere an der Bahia, gefährlich werden, weil sich unter die Streikenden immer wieder – wie auch bei uns zu hause – professionelle Randalierer mischen, die vor nichts zurück schrecken. Einen Campingplatz (mit warmer Dusche, lechtz) gibt es in P.A. und Umgebung eh nicht. Also auf in die Sarmiento, die wir wegen der Einbahnstraßenregelungen nur durch etliche Kringel erreichen nach dem Motto: die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Spirale.
Wir stehen noch nicht lange, da klopft es an die Fensterscheibe und Ricardo fragt, ob denn alles gut gelaufen sei mit der Windschutzscheibe. Dies können wir natürlich freudig bejahen und sogleich lädt er uns zum Kaffee in sein Haus ein. Eine Tasse Kaffee und ein bisschen plaudern hört sich gut an, nur hatten wir keine Ahnung, was man hierzulande unter einer solchen Einladung zum Kaffee versteht.
Eliana hatte flugs ein paar Brötchen gebacken, dazu gab es Avocados, Tomaten, Queso crema, selbst gemachte Marmelade, etc. Zum guten Schluss bekamen wir noch gute Tipps für die weitere Reise.

Juves, 2011-01-13
Nein, es ist nicht Freitag, der 13., sondern Donnerstag. Doch dieser Tag soll wohl nicht so wirklich gut für uns laufen. Nach dem Frühstück zur Lavandería, die gestern wegen des Streiks geschlossen hatte. Heute um 09:00 sollten wir die Wäsche bringen, und bis 15:00 sei sie fertig. Kurz nach 09:00 steht Rita mit 3 dicken Beuteln schmutziger Wäsche vor dem Tor. Freundlich, aber bestimmt erklärt die Señora: „Heute geschlossen, heute keine Wäsche!“ Das ist ganz schön ärgerlich, da wir so gut wie keine frischen Sachen mehr haben. Aber es ist nicht zu ändern, müssen wir halt bis Puerto Natales weiter in Drecksklamotten herumlaufen.
Auf dem Weg nach Norden wollten wir noch in der Zona Franca (zollfreie Zone) eine Luftpumpe mit Manometer kaufen (wegen des ständigen Wechsels zwischen asphaltierter und geschotterter Piste). Aber auch dieses Unterfangen war nicht von Erfolg gekrönt. Überall stoßen wir auf Straßensperren, bewacht von Streikenden.

Fast selbstverständlich ist auch der nördliche Ausgang der Stadt über die Ruta Norte nach Puerto Natales komplett gesperrt. Es ist nicht möglich, nach Norden aus der Stadt zu kommen, wir sitzen fest. Wie lange, das kann kein Mensch sagen, auch Ricardo und Eliana nicht. Die beiden haben uns wieder sehr freundschaftlich in ihr Haus aufgenommen und uns spontan angeboten, unsere Wäsche doch bei ihnen zu waschen, damit wir schon mal ein Problem weniger haben. Nun stehen wir hier in der „Sarmiento“ und warten darauf, dass die Wäsche trocknet und der Streik vielleicht doch beendet und die Straße wieder frei wird.
Nachmittags entschließen wir uns, entlang der Küste nach Süden zu fahren, Straßenbarrieren in dieser Richtung machen keinen Sinn, da die Straße nach 55 km bei San Joan im Nichts endet.

Viernes, 2011-01-14
Haben Sie schon gewartet? Nein, dann kommen Sie doch nach Punta Arenas! Aber von vorne: Wir haben also gestern das Ende der Welt auf der Ruta 9 de Chile erkundet. Eine ziemlich geschichtsträchtige Gegend, die man zunächst über Beton-Fahrbahn, dann über Schotter-Wellblech-Piste und schließlich nur über Erdpiste erreicht: Puerto del Hambre (Hafen des Hungers)

Hier gründete Sarmiento de Gamboa eine Kolonie. Aufgrund der unwirtlichen Gegend verhungerten die Kolonisten sehr bald.
Die nächste Erdpiste führte uns zum Fuerte Bulnes, eine rekonstruierte Festung von 1843, die die Chilenen an strategisch günstiger Stelle erbauten, um von hier aus die Meerenge zu überwachen und Präsenz in Südpatagonien zu zeigen.

Aber auch dies ist noch nicht der südlichste Punkt, der mit dem Auto erreichbar ist. San Juan war unser nächstes Ziel.

Hier gab’s einen Campingplatz, der aber geschlossen war. Ansonsten wohl nur eine Art Kinderlandverschickungsheim. Nach dem obligatorischen Fin del mondo-Sekt (nur ein Gläschen) ging’s zurück zur Estanzia San Juan. Auch der dortige Campingplatz war geschlossen. Wir parkten unser WoMo am Eingangstor mitten in einer Kuhherde, von der wir bestaunt wurden wie ein gerade gelandetes UFO.

Heute früh, 07:00: es ist lausig kalt, 7½° im WoMo, 1° draußen. Die Kühe haben uns erst geweckt und sich dann an den Fluss verzogen. Ein heißer Kaffee tut jetzt gut. Das neblig-trübe Wetter lädt nicht dazu ein, einen morgendlichen Erkundungsgang am Fluss entlang zu machen. Also zurück auf die Erd-, Schotter-, Wellblechpiste und gen Punta Arenas gerumpelt.
Unterwegs sammeln wir einen älteren Herrn auf, der auch in die 50 km entfernte Bezirksstadt will. Auf der Betonpiste sind wir auch schnell fast am Ziel. Fast! Auch der südliche Zugang zur Stadt ist jetzt verbarrikadiert. Unser Anhalter erkundet die Lage und kommt mit der erwarteten Info zurück, dass hier überhaupt kein Durchkommen ist. Wie lange weiß niemand. Es kann Tage dauern. Die Lage ist völlig unübersichtlich. Er macht sich zu Fuß auf, sein Ziel zu erreichen. Ein österreichisches Paar ist sehr aufgebracht. Die Polizisten überzeugen sie sehr nachdrücklich mit Worten und Gesten, dass sie wohl oder übel den Weg ebenfalls zu Fuß fortsetzen müssen, einschließlich ihres Gepäcks.

Und wir? Wir warten, ob, wie und wann es möglicherweise weitergeht. Unseren 3. Oldie zurücklassen kommt gar nicht in Frage. Also haben wir mal wieder Zeit, ein bisschen Tagebuch zu schreiben, einen Krautsalat herzustellen, leckeres Fleisch zu braten.
Während Lothar sich nach dem Essen ein bisschen hinlegt gehe ich auf meinen Ausguck, um zu gucken, was an der Barriere so alles passiert. Es wird jede Menge Holz herangeschafft und aufgeschichtet, wohl zur Vorbereitung für die nächtliche Streikwache.
Ein Auto mit Mutter und kleinem Kind darf passieren (vielleicht ein Notfall), Fahrradfahrer und Fußgänger ebenfalls.

Ansonsten steht die Gruppe von 10 – 12 Streikenden frierend im Regen, hüpft von einem Bein aufs andere und diskutiert die unübersichtliche Lage.
Während ich mich schon damit abgefunden habe, dass es frühestens morgen früh weiter geht, nimmt Rita all ihren Mut zusammen und geht mit einem vorbereiteten Zettel zu der Streikwache.
Erster Erfolg war, dass sie eingeladen wurde, am Lagerfeuer etwas Fleisch und Brot zu nehmen, dass wir aber mit dem Auto leider nicht passieren können. Etwas weiter gebe es einen kleinen Kiosk, an dem wir uns zu Fuß mit dem Nötigsten versorgen könnten.
Dies wollte Rita gerade in Angriff nehmen, als ein Mädel ans Auto kommt, uns anstrahlt und verkündet: „Pase, pase! You go!“ Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Nach stundenlangem Warten dürfen wir durch. Auch die 2. Sperre, ein paar hundert Meter weiter, ist informiert und lässt uns durch. So kommen wir zumindest in die Stadt um einzukaufen.
Einkaufen? Irrtum! Alle Supermärkte verriegelt und verrammelt! Ein Polizist erklärt uns wortreich, dass ein paar der großen Supermärkte (Unimarc) voraussichtlich um 18:00 für eine kurze Zeit öffnen würden. Wir hoffen darauf und beziehen Warteposition auf dem Stellplatz vor einem dieser Märkte.
Es wird 18:00 – nichts passiert, es wird 18:30 – die Eingangstür öffnet sich einen Spalt breit und wir erhalten die Botschaft: ‚heute geschlossen, morgen wahrscheinlich auch’. Wir fahren zum nächsten Unimarc, nur um dort die gleiche Botschaft zu erhalten. Die Versorgungslage in dieser Stadt erscheint uns inzwischen indiskutabel, und wir versuchen unser Glück in der Flucht nach Norden. Aber auch hier kommen wir bis zur Sperre, und dann geht nichts mehr. Unser Freiheitsdrang ist erschreckend eingeschränkt, wir fühlen uns wie eine Maus im Käfig. Um uns herum ein Ohren betäubendes Gehupe, Fanfaren und Vuvuzelas. Rita versucht’s wieder mit ihrem Zettel.

Die Leute sind sehr freundlich aber auch sehr bestimmt: nichts geht!
Jetzt sind wir wirklich erstmal ein bisschen ratlos. Da klopft es an unser Fenster, und eine Chilenin spricht uns auf englisch an. Sie entschuldigt sich für unsere Schwierigkeiten und erklärt die verworrene Situation. Sie fragt, was wir am nötigsten brauchen – natürlich außer der Fortsetzung unserer Reise mit dem Auto – und bietet uns nach Darstellung der Sachlage an, dass wir mit zu ihr nach Hause kommen können um Wasser zu tanken und ….. warm zu duschen!!! (Unsere Augen werden ein bisschen feucht.) Wir sollen eine kurze Zeit warten, sie müsse noch ein paar andere Streikposten mit heißem Wasser für Tee und Kaffee versorgen, dann würde sie uns abholen. Wir können unser Glück kaum fassen.
Plötzlich taucht eine Hand voll Leute auf, die uns Wasser, Kaffee, Brötchen, Limonade und Kekse bringen. Wir müssen wohl wirklich einen sehr heruntergekommenen und hilfsbedürftigen Eindruck gemacht haben. Kein Wunder, auch unser 3. Oldie ist bei den ständigen Schotterstrecken eingesaut wie ein Offroad-Fahrzeug.
Dann taucht auch unsere hilfsbereite Chilenin – sie heißt Ines – wieder auf, und geleitet uns zu ihrem Hause. Wir werden eingeladen, uns wie zu Hause zu fühlen, und fühlen uns sofort sehr wohl und gut aufgehoben. Zunächst einmal duschen – ein unbeschreibliches Gefühl! Ines verfolgt auf mehreren Medien gleichzeitig die Streikentwicklung. Nebenbei versucht sie sich in der ersten Torilla ihres Lebens und meint anschließend, dass sie dies nicht mag. Wir fanden das gar nicht schlecht, es schmeckte wie unser „Bauerfrühstück“.

Sábado, 2011-01-15
Der Tag beginnt natürlich mit Nachrichten aus allen Kanälen, aber wirklich neues erfahren wir nicht. Ines ist vollauf damit beschäftigt, die Ankunft weiterer Gäste, sie spricht von 13 „boys“ aus Bulgarien, zu organisieren. Irgendwann erreicht uns auch die Nachricht, dass mittags zwischen 2:00 und 4:00 die großen Supermärkte geöffnet sein sollen. Also machen Ines, Tamara, ihre beste Freundin und ich uns auch den Weg. Es wird wieder eine Stadtrundfahrt der besonderen Art, nur dieses mal von einem Supermarkt zum nächsten, um festzustellen, dass sie alle geschlossen sind. Aber es haben kleine Ciosque offen, wo wir schließlich nach und nach die wichtigsten Dinge erstehen können. Müde und hungrig machen wir uns auf den Heimweg und hier erwartet uns ein bulgarisches Chaos. Die erste Truppe der bulgarischen „boys“ ist samt ihrem Riesengepäck eingetroffen: 6 bulgarische Antarktisforscher und ein mongolischer Minister. Sie haben auf wundersame Weise ihr Forschungsschiff, das seit 2 Tagen vor P. A. lag, verlassen können. Gut, dass Lothar im Haus geblieben ist und den „boys“ die Tür öffnen konnte. Nach etlichen Begrüßungsdrinks mit Pisco pur

beschließt die gesamte Truppe zur Demo an die Ruta Norte zufahren. Die Autos werden mit schwarzen Fahnen ausgestattet, unseres zusätzlich mit der deutschen, die Bulgaren halten die ihrige zum Fenster heraus. Unter lautem Gehupe treffen wir an der Demo ein. Die hiesige Bevölkerung ist schier aus dem Häuschen, dass sich auch Ausländer an der Demo beteiligen.

Sogleich ist auch der örtliche TV-Sender zur Stelle. Unter Absingen der bulgarischen Nationalhymne haben unsere Polarforscher ihren großen Auftritt.

Abends gibt es Asado vom Parrillo, den einer der Bulgaren fachmännisch zubereitet.

Rita backt ein Riesenbrot und bereitet einen superleckeren Krautsalat.

Weit nach Mitternacht und nach eingehendem Studium der Piscológica

suchen wir mäandrierend unser Rolling Home auf.

Domingo. 2011-01-16
Wir kommen heute morgen etwas schwerer in die Gänge als sonst; möchte wohl am Pisco liegen, dem wir letzte Nacht gemeinsam mit der antarktischen Forschergruppe gezeigt haben, dass wir stärker sind. Beim späten Frühstück, unsere Forscher und der Herr Minister erforschen bereits erneut den Pisco, erfahren wir nichts wirklich Neues von der Streikfront außer, dass in Kürze möglicherweise der Generalstreik auf das ganze Land ausgeweitet wird. Aber, nichts Genaues weiß man nicht, und deswegen bleiben wir auch relativ tranquillo. Es gibt Tausende von Menschen, die von diesen Streikmaßnahmen wesentlich dramatischer betroffen sind als wir, nicht zuletzt wegen „Nuestro Angelito Ines“, muchas, muchas gracias, querida linda!
Das Telefon klingelt: aufgrund unseres gestrigen Auftritts bei der örtlichen Streikfront Nord interessiert sich nicht nur das Lokalfernsehen für uns, sondern auch das bulgarische CCN. Unsere Forschergruppe ist naturgemäß ein bisschen aus dem Häuschen.
Während wir (insbes. natürlich Rita) die Zeit nutzen, um unser WoMo innen vom Staub der letzten Wochen zu befreien, fährt ein Nachbar – Roberto – vor, der uns auf Deutsch anspricht und uns zum Mittagessen einlädt. Natürlich sagen wir zu und werden köstlich von ihm und seiner Frau Malena mit selbst gemachten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) zu Rotwein bewirtet. Wir erfahren, dass er früher Kapitän zur See war, und unter anderem das Material zum Bau der bulgarischen Forschungsstation in die Antarktis geschafft hat, so klein ist die Welt. Heute begleitet er deutschsprachige Gruppen in die Nationalparks. Beide planen, mit ihrem Enkel ebenfalls nach Torre del Paine zu fahren, wenn die Straßen wieder offen sind. Vielleicht fahren wir zusammen.
Abends schauen wir gemeinsam mit Vertretern aus Chile, Argentinien, Bulgarien, Spanien, Mongolei und Deutschland die Ernennung der 4 neuen Minister im Fernsehen.

Der Präsident spricht zu seinem Volk. Mucho palabras, pero qué pase? Nos vemos.

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11 Antworten zu Ushuaia – Punta Arenas

  1. Jürgen sagt:

    Geniesst die Chilenische Gastfreundschaft – wir sind so oft mit offenen Armen aufgenommen worden, dass wir’s kaum noch glauben konnten… Und die meisten Chilenen sind so unkompliziert in ihrer Hilfsbereitschaft.
    Von den Streiks wegen der Benzinpreiserhöhungen hatte ich gelesen, aber da ich Eure Seite gerade erst gefunden haben, natürlich nicht mit Euch in Verbindung gebracht.

    Als Globetrotter muss man/frau halt immer das Beste aus jeder Situation machen. Viel Glück! Jürgen

  2. Jürgen sagt:

    Solltet Ihr irgendwas Technisches brauchen (ich hatte da irgendwo gelesen, daß Ihr kein funktionierendes Garmin habt) und die Läden in Punta Arenas doch wieder aufmachen bevor Ihr weiterfahrt:
    Chile ist das beste Land (abgesehen von Brasilien) um technische Produkte zu kaufen, und Punta Arenas, da Zona Libre, ist ein ganzes Stück billiger und es gibt fast alles wenn man ‚rumfragt!!! Gute Garmins z.B. gibt es GARNICHT weiter im Norden (Bolivia, Peru). Z.B. die Reifengrösse und -stärke, die wir brauchten, gab es NUR in Chile und in Brasilien – in keinem anderen Land, selbst nicht in Paraguay!!! Einiges gibt es in Argentinien, aber meist über 30% teurer…

  3. Lothar sagt:

    Hallo Jürgen,
    danke, das du uns so zeitnah verfolgst. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass da Leute im Netz mit am Start sind, die ’ne Menge guter Ratschläge parat haben.
    Wir sind sehr, sehr froh über die chilenische Gastfreundschaft, die uns schon mehrfach widerfahren ist. Ich hoffe, das kommt in unseren Zeilen im Blog auch zum Ausdruck.
    Die Zona Franca im Norden Punta Arenas haben wir schon seit Tagen im Auge, bis gestern war aber alles dicht. Heute ist unsere Gastgeberin dort hin wieder zur Arbeit gefahren. Ich bin sehr gespannt, was sie als neue Nachrichten heute Abend mit nach Hause bringt.
    Auch wenn sich die Sache mit dem Garmin inzwischen entspannt hat (nochmals Danke an Günter aus Österreich!), werden wir in der Zona noch mal auf die Suche gehen nach einer Reifenpumpe mit Manometer wegen des ständigen Wechsels zwischen Asphalt/Betonpiste und Schotter/Sand/Wellblechpiste.
    Hasta luego, Lothar

  4. Gerhild & Harald sagt:

    Hola Rita y Lothar,

    mit großem Interesse haben wir Eure Beschreibung von den Ereignissen aus der Region und von Euren persönlichen Erlebnissen gelesen (diesmal ohne Glenlivet / solo con agua sin gas) 🙂 . und zu Eurem Bericht paßt unserer Meinung nach dann auch das Zitat von Erich Kästner, das wir gestern in unserer Zeitung gefunden und für Euch ausgesucht haben.: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen“.

    Nach unseren Infos ist ja wohl seit gestern der Doppelminister Golborno in P.A. und wartet heute (martes) die Antwort auf seinen neuen Vorschlag vom Montag ab. Dem steht wohl (immer noch) der Forderungskatalog vom Rat der Stadt / Bürgerschaft http://www.puntaarenas.cl/noticiasx.html entgegen, der aber auch für Harald schwierig zu verstehen ist. Da ihr vielleicht eine deutsche und eine leichtere spanische Zusammenfassung der Ereignisse nützlich findet, haben wir 2 (wir nehmen an seriöse) Nachrichten der letzten 24 Stunden recherchiert. So habt ihr die Situation gleich in Eurem Blog mit archiviert. (Falls das zuviel Text ist, könnt ihr den Radiergummi ansetzen oder uns „anmahnen“.)

    Saludos, tenís cuidado! Gerhild & Harald

    Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/chile436.html von Julio Segador, ARD-Hörfunkstudio Südamerika
    Stand: 18.01.2011 03:03 Uhr

    Text leicht gekürzt: Die Bewohner des chilenischen Teils von Patagonien sind sauer. Staatspräsident Sebastián Piñera hatte angekündigt, die Gaspreise in der eiskalten Region um 17 Prozent anzuheben, das wollen sich die Menschen nicht gefallen lassen. Dalivor Eterovic, der Sprecher der Bürgerbewegung in Punta Arenas, erklärt: „Wir rufen den Generalstreik aus, das ist die Entscheidung der Bürgerversammlung. Es wird keine Ausnahmen geben und auch keine Flexibilisierung.“

    Die Reaktion der Regierung ließ nicht lange aus sich waren. Chiles Innenminister Rodrigo Hinzpeter war sichtlich verärgert über den Widerstand der Bewohner in Patagonien und reagierte ebenso harsch: „Ich informiere darüber, dass die Regierung die Anführer dieser Bewegung zur Verantwortung ziehen wird, gemäß dem Ausnahmezustand, der ab sofort verhängt wird.“

    Eine simple Gaspreiserhöhung im kalten und windigen Süden Chiles hat zu einer Situation geführt, mit der keiner gerechnet hatte. Zwar bot die Regierung an, die Gaspreise zunächst nur um drei Prozent anzuheben und die weitere Verteuerung zeitlich zu strecken, die Patagonier wollen darüber aber nicht einmal verhandeln. Sie werfen der Regierung vor, mit der Verhängung des Ausnahmezustandes die Situation unnötig verschärft zu haben.

    Pedro Muñoz, Abgeordneter der Sozialistischen Partei in Punta Arenas, zeigt sich unnachgiebig: „Der Weg, den die Regierung nach der Ankündigung des Innenministers nun einschlägt, ist blanke Provokation. Wir werden dem eine entsprechende Antwort entgegensetzen. Die Bürgerbewegung hier wird nur noch radikaler reagieren. Wir jedenfalls warten auf eine andere Antwort der Regierung. Wie auch immer die ausfallen wird.“

    Präsident Piñera, der noch im Oktober bei der Rettung der 33 Minenarbeiter in der Atacama-Wüste den strahlenden Krisenmanager gegeben hatte, ist sichtlich nervös geworden. Die Patagonier lehnen alle Kompromissvorschläge ab. Macht Piñera einen Rückzieher, steht er als erpressbarer Verlierer des Konfliktes da, weitere Krisenherde könnten aufflammen.

    In einer ersten Reaktion feuerte der Präsident vier Minister seines Kabinetts, den Konflikt befrieden soll nun der neue Energieminister. Der ist kein Unbekannter: Laurence Golborne, der sich als Bergbauminister während des Dramas in der Atacama-Wüste profilieren konnte. Ihn hat Piñera als Schlichter nach Patagonien geschickt. Dort erklärte er: „Ich rufe die Bewohner an der Magellanstraße auf, mit Verstand zu handeln. Ich rufe sie auf die öffentliche Ordnung zu respektieren, und daran zu denken, wie wir als Teil einer Nation auftreten, indem wir Lösungen suchen und nicht die Unterschiede.“

    Auszug aus http://www.elpatagonico.cl/?p=16599 on enero 18, 2011:

    Al entrar hoy martes al sétptimo día de protesta por el alza del gas, la región de Magallanes, continúa aislada, formandose piquetes (Streikposten) en las ciudades de Punta Arenas, Puerto Natales y Porvenir, impidiendo (verhindern) el tráfico de vehículos y ahora también de personas.

    El Gobierno, anunció que se invocará la Ley de Seguridad Interior del Estado (eine Art Ausnahmezustand) contra quienes resulten responsables de alterar el orden público.

    El biministro de Minería y Energía, Lawrence Golborno, quien se encuentra en la zona, entregó (einreichen) una propuesta para minimizar el alza del precio del gas y espera este martes, la respuesta (Antwort) de los voceros de la Asamblea Ciudadana.

    Anoche, el biministro resultó “atrapado”(festgehalten) por casi media hora, en los estudios de radio Polar, cuando en el frontis de la emisora (TV-Anstalt), se reunió una masa enardecida impidiendo su salida. En la oportunidad (rechtzeitig) fue “rescatado” (retten) por Carabineros, sin sufrir agresión alguna.

    Hier ist auch der „Heimatbericht“ über die gestrandeten bulgarischen Forscher: http://www.novinite.com/view_news.php?id=124213 Die sehen recht gemütlich (und trinkfest, kein Wunder bei den Temperaturen) aus.

  5. Kanalratte sagt:

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich halte euch die Daumen, obwohl mir beim Anblick eurer angespannten Versorgungslage das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. BEI UNS GIBT ES SEIT 3 TAGEN kOHLSUPPE. Bitte nochmal um die Skypeadresse.
    Astalavista

    Walter

  6. Jürgen sagt:

    OMG – ob Ihr dies noch lesen werdet nach dem langen Kommentar mit Tagesschau-Auszügen…?

    TIP f. Punta Arenas (vorausgesetzt dass die Geschäfte wieder öffnen):
    Auf der Weiterfahrt gen Norden werdet Ihr ständig zwischen Argentinien und Chile pendeln; leider wird man an JEDER GRENZE nach Lebensmittels kontrolliert, und die Mitnahme von Obst und Gemüse ist (fast) unmöglich!!
    Wir haben immer Käse und Butter unter unseren Kopfkissen versteckt, denn Milch- und Fleischprodukte sind auch verboten (Fleisch essen wir beide nicht). Aber dann haben wir noch Kartoffeln, Honig, und andere Kleinigkeiten abgeben müssen. Nachkaufen ist in den kleinen patagonischen Orten schwierig und teuer…
    Langer Rede – kurzer Sinn: in der Zona Franca ist ein Riesen-Supermarkt, wir haben dort mit Gefrier-Gemüse und einigen Konserven aufgefüllt!!! Sehr ratsam!
    Etliches des gefrorenen Gemüses kam aus Europa (nirgerndwo anders gesehen!) und war gute Qualität – uns hat diese Vorausplanung etliche sonst karge Mahlzeiten gerettet… Eingefrorenes hat die Grenzbeamten nie interessiert, auch nicht geriebener Käse in Gefrierfach (unsers war riesiggroß, deutsche sind selten halb so groß).

  7. Jürgen sagt:

    Zweiter Tipp für (alle) Grenzen:
    gekochtes Essen interessiert die Beamten auch nicht!!

    Wir haben oft vor Grenzen die letzten Vorräte in ein 2-Tages-Essen verkocht, z.B. einen kräftigen Gemüseeintopf, oder ich mache gerne ein dicke Tomatensosse mit geschmorten Pilzen und Paprika, geriebenen Möhren, usw. – das haben wir dann in die leere Gemüseschublade in einem Topf (mit aufklebten Deckel – Abklebeband) oder einer Plastikdose über die Grenze gebracht. Speziell in Mittelamerika waren Grenzen Stress, oft hat der Uebertritt 3/4/5 oder gar 6 Stunden in Anspruch genommen, da waren wir dann am Abend froh nicht groß kochen zu müssen (oder gar erst einkaufen zu müssen)…

  8. admin sagt:

    hi könnt ihr mir das erste Bild mal via mail als orginal, also vor dem verkleinern schicken? Lieben Gruß, Christian

  9. Was ja auch immer interessant ist – die Wetterlage.
    Hier ein nützlicher Link:
    http://de.allmetsat.com/metar-taf/sudamerika.php

    Weiterhin gute Reise!

  10. Gerhild & Harald sagt:

    ALCALDE DE PUNTA ARENAS SE MOSTRÓ SATISFECHO POR ACUERDO QUE PUSO FIN AL PARO / Der Bürgermeister von Punta Arenas ist zufrieden über die Einigung, durch die der Streik beendet werden konnte!
    Siehe http://www.puntaarenas.cl/noticiasx.html

    Erfolgreichen Einkauf (fest oder flüssig) und eine gute Weiterreise gen Norden wünschen Gerhild und Harald.

  11. Uwe sagt:

    Liebe Rita, lieber Lothar,
    ich finde es toll, dass ihr eine solche Reise macht und dass ihr mit Hilfe dieser Website andere so nah daran teilhaben lasst. Ich habe längst noch nicht alles lesen können und werde mich immer wieder einmal euren Berichten widmen.
    Ich wünsche allen von euch 3 ‚Oldies‘ eine gute Weiterreise.
    Herzliche Grüße aus Witzhelden
    Uwe

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