Le Havre – Dakar

Lunes, 2010-11-15
Gestern sind die neuen Passagiere zugestiegen, in freudiger Erwartung, dass nun endlich ihre große Reise über den Teich beginnt. Aber so schnell wird das wohl nicht gehen. Auch in diesem Hafen sind jede Menge Container ein- und auszuladen. Das sieht von unserer „Terrasse“ ganz schön putzig aus, wie von Geisterhand gesteuert, fahren riesige Stahlgestelle mit großer Geschwindigkeit durch die Reihen von Containern, schnappen sich solch eine große Kiste und bringen sie zur Rampe.

Für heute Nachmittag war Landgang mit Besuch im Internet-Cafe vorgesehen. Boris, unser Chief Mate meinte, es gäbe einen Shuttle zum „Siemens“-Club, der käme auf Anforderung. Aber irgendwie hat das alles nicht funktioniert. Bei dem Club handelt es natürlich nicht um einen Elektro-Club, sondern – was wohl ?- richtig, den Sea-men’s-club. Aber das hat uns Seefahrern auch nichts genutzt. Nach 1 ½ Std. Wartezeit

waren wir es leid und haben angefangen, Backgammon zu spielen. Für uns ein neues Spiel, dessen Spielregeln wir uns erst einmal erarbeiten müssen.
Unsere Einträge im www. müssen leider noch warten. Nächster Versuch: Dakar. Dorthin sollen wir angeblich morgen früh aufbrechen, Ankunft in gut 1 Woche.

Martes, 2010-11-16
Es ist 7 Uhr in der Früh. Novembernebel liegt über der Seine, den Docks der Hafenanlagen und den Anlagen der Petrochemie. Langsam ertasten sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch den frühen Morgen und überziehen die technischen Installationen mit einem goldenen Schimmer.

Es verspricht ein schöner Tag zu werden und frohgelaunt gehen wir zum Frühstück.
Erst ein paar kleinere Reparaturen in der Kabine

und dann, pünktlich um 10 Uhr legt das Schiff tatsächlich ab und wir haben einen
uneingeschränkten Blick auf das Containerschiff, dessen Ladung im Sturm verrutscht ist und mehrere Container im Meer verloren hat.

Ganz so hoch (7 Container übereinander auf dem Oberdeck) sind wir Gottseidank nicht bepackt. Aber nicht nur davon machen wir die – hoffentlich vorläufig letzten – Bilder von europäischen Häfen.


Um 13:20 ist es schon wieder vorbei mit der Weiterfahrt nach Süden: wegen schwerer See in der Bay of Biscay (10 bis 12 m Welle!) gehen wir im Schutz der Bretagne vor Anker auf Position N 49°28,427’, E 000°11,096’.
Lazy, Sunny Thuesday Afternoon:


der erste Tag nach knapp 3 Wochen an Bord, an dem wir unter azurblauem Himmel unsere Sonnenterrasse genießen dürfen. Nur fern am Horizont, bis zu 5° über der Kim, gibt es ringsherum kleinere Cumuli, die uns zunächst aber nicht weiter stören. Wir spielen unseren neuen Hit Backgammon. Gegen Abend verdichtet sich die Bewölkung über England jedoch erheblich.

Miércoles, 2010-11-17
Der neue Tag empfängt uns mit einem imposanten Himmelsgemälde. Vor hellblauem Hintergrund sind die oberen Schichten der Wolken in rosa Licht getaucht, während die unteren Schichten teils hell-, teils dunkelgrau erscheinen. Das Meer hat weiße Schaumkronen, teilweise abreißende Schaumfahnen – ein Gruß vom Biscaya-Sturmtief. Es ist kalt und stürmisch, und wir verziehen uns in unsere warme Kabine, um ein bisschen Spanisch zu lernen. Mittags liegen wir immer noch vor Anker mit der Nase im Wind, der aus ESE kommt, und genießen weiterhin unser „geostationäres Blauwasserhotel mit Vollpension und Zimmerservice“.
Dialog am Abend:
L.: „Mir ist aufgefallen, du läufst nur noch mit halber Geschwindigkeit den Gang lang.“
R.: „Ja wenn ich hier so schnell rumlaufen würde, wie zu Hause …“
L.: „ … kämst du immer und überall zu früh!“
Man sieht, die intensive Anwendung des Entschleunigungsprogramms zeigt erste Wirkungen.

Jueves, 2010-11-18
Ein weiterer Tag auf Reede. Erste Engpässe in der Versorgung sind aufgetreten: „Aqua con gaz es finito.“ Dann müssen wir jetzt den Vino wohl pur trinken, bis auch hier die Info kommt: „es finito“. Was wir vermissen, ist eine klare Information des Signore Comandante zur aktuellen Lage bezüglich der Wetteraussichten – insbesondere in der Bay of Biscaya – und zu unserer voraussichtlichen Weiterfahrt.
14:20: endlich: Anker auf: es geht los: Afrika, wir kommen! Auf Kurs WNW geht es zunächst mit gebührendem Abstand entlang der bretonischen Küste. Bin mal gespannt, was uns erwartet, wenn wir heute Nacht irgendwann um die Huk bei Brest kommen.
22:00: Pos. N 49°52,002’, W 003°15,519’, Kurs 235°, Stb querab: East Prawle, Bb querab: Guernsey, 4/5 bewölkt, Mond und vereinzelte Sterne kommen durch, See mäßig bewegt, es sieht so aus, als würden wir die Problemzone Biscaya etwas weiträumiger umfahren wollen.

Viernes, 2010-11-19
08:00 Wir laufen mit 20 kn auf Kurs 215° ca. 100 km vor der französischen Nordwest-Küste, und natürlich ist vom Land auch nicht das kleinste Lichtlein mehr zu sehen. Letzte Nacht war nicht so erholsam, selbst ein so großes Schiff wird vom Meer ganz schön hin und her geworfen, und ein Ächzen und Stöhnen geht durch den Rumpf – und uns durch Mark und Bein.
Nach dem Frühstück ist Gymnastikraum angesagt (gegen das schlechte Gewissen). Ich habe so den Eindruck, als hätten wir (insbes. Ich!) es nötig J.


Die lang gezogene alte Atlantikdünung von Stb bringt das Schiff in ein gleichmäßiges seitliches Rollen, das man beim Gehen an Bord aber gut ausgleichen kann. Und dann, gegen Viertel vor 11 fahren wir mal wieder in eine Schwerwetterfront hinein, Sturm und weiße Schaumkronen bis zum Horizont. Theatralisch perfekt in Szene gesetzte Wolkenformationen. Die ideale Bühneninszenierung für den Auftritt von El Caleuche, das Geisterschiff von Chiloé. Das wesentliche und für die Region wetterbestimmende Biscaya-Tief lassen wir aber an Bb liegen.

Sábado, 2010-11-20
08:30 Kurs 190°, bei weiterhin seitlicher Dünung aus W schwingt das Schiff um mehr als 10 – 15° um die Längsachse, macht bei 30 m Breite mehr als 4 m von Reling zu Reling, und das ist bei allem, was man tut, mehr als deutlich zu spüren! Nach diesen Erkenntnissen von Lothar ist mir klar, warum ich heute Nacht ständig in meiner Koje hin- und hergerutscht bin. Es war nicht der Klabautermann, der mich zum Fußende gezogen hat, um, sobald ich dort angeschlagen hatte, mich wieder zum Kopfende zu schubsen. Auch lassen die größeren Wellen das Schiff regelmäßig erbeben, als hätte die Faust eines Seeriesen gegen die Bordwand geschlagen. Man hat das Gefühl, als würde die massive doppelte Bordwand einfach so ein- und wieder ausgebeult.
09:40 ¡Vaya! Ha dejado de llover y el sol salga. Vamos salir por saborear el buen tiempo. Entonces rée el corazón y la alma alegrarse.
Wir sind auf der Höhe von Porto und haben die Biscaya nun endlich deutlich hinter uns gelassen.
18:00 Bb querab liegt in ca. 150 km Entfernung Lisbon, natürlich sieht man davon nix, dafür ist unser Schiff nicht hoch genug.

Domingo, 2010-11-21
Die aufgehende Sonne über dem afrikanischen Kontinent kommt ein wenig islamisch daher: sie hüllt sich in staubig-graue, rosé gepuderte Wolkenschleier wie in eine Burka. Aber dazwischen lässt sie erahnen, in welcher Pracht und Schönheit sie sich uns im Laufe des Tages präsentieren möchte. Wir stehen an der Reling und genießen den frühen Morgen bei ruhiger See und einem lauen Lüftchen einige 100 km vor der Küste.
Heute ist der große Tag für Hildo Neto und Carla in Campinas, Brasilien:
JJJJJJJJJJJJJJJJJJ SIE HEIRATEN ! JJJJJJJJJJJJJJJJJ
(s. a. der Link auf unserer Startseite) Wir wünschen aus der Ferne alles erdenklich Gute und eine lange harmonische Reise durch das Auf und Ab des Lebens und grüßen ganz herzlich alle Familienmitglieder und Freunde, die wir in so guter Erinnerung haben.
11:00 UTC (= 07:00 in Sao Paulo) Wir befinden uns zwischen Casablanca und Madeira und erheben unser Glas auf euer Wohl: „à saúde!“

20:00 Das Licht geht aus auf dem gesamten Schiff, kurz darauf springt offensichtlich das Notstromaggregat an. Wir haben ein Black Out der Maschine. Der First Engeneer ist gefragt. Zwischenzeitlich dreht sich das Schiff um 180° und treibt manövrierunfähig im Meer. Wir geraten nicht in Panik, sondern genießen den Vollmond an „unserer“ Steuerbordreling bei einem verspäteten Sundowner. Nach einer knappen halben Stunde scheint der Schaden behoben, und wir nehmen wieder Fahrt auf, allerdings nach Norden! Haben wir vergessen, in Casablanca einen Container auszuladen??? Dann, endlich, nach einer Viertel Stunde kommt die Wende nach Steuerbord, und der Mond wandert zum Bug hin aus. Um 20:50 sind wir wieder auf Kurs 190° Richtung Kanarische Inseln, und der Mond ist wieder da, wo er hingehört zu dieser Stunde: auf Backbord.

Lunes, 2010-11-22
Heute Mittag, zwischen den Kanaren, haben wir plötzlich Signale auf unseren Handys. Alles stürzt nach draußen, um endlich kurzen Heimatkontakt zu bekommen. Auch wir haben die Gelegenheit genutzt und ein SMS an das Back-office abgesetzt, bevor die Verbindung wieder abreißt.
Später sehen wir jede Menge Segeljachten, die offenbar unterwegs zu den Kapverdischen Inseln sind. Bestimmt sind auch einige dabei, die anschließend über den Atlantik zu den Kleinen Antillen wollen. Unsere guten Wünsche werden sie begleiten.
19:00 Wir sind auf Position N 25°09,930’, W 016°27,440’ zwischen den Kanaren und den Kapverden. Ein geruhsamer Tag an Bord klingt aus und wir haben die untergehende Sonne in kurzer Hose und kurzem Hemde an der Reling verabschiedet.
22:00 Wir sind mal wieder beim Mini-Rummy und plötzlich, da, ein neuer Duft auf Ponte 8: … süße, unbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Deck … . Wir gehen der Sache nach und uns wird ganz weihnachtlich zu Mute. Unsere Nasen ziehen uns unausweichlich Richtung Küche und wen treffen wir da zu nächtlicher Stunde? Unseren unermüdlichen Messman Pio, der mit aufgekrempelten Ärmeln vor dem Backofen wirtschaftet. Er hat – noch mal eben – einen gedeckten Irgendwas-Kuchen gebacken.

Martes, 2010-11-23
10:00 Seit einiger Zeit begleiten uns zwei Möven, die ersten Zeichen dafür, dass wir in die Nähe von Land kommen. Wir halten Ausschau, und tatsächlich, an Bb kann man bei gutem Willen einen Streifen am Horizont erkennen, der die afrikanische Halbinsel zwischen West-Sahara und Mauretanien in der Höhe von Nouadhibou sein könnte. Ich schätze, wir sind morgen Nachmittag in Dakar.
17:00 Die Temperatur in den Kabinen ist auf über 26° C geklettert, unser Zusatzheizöfchen haben wir gestern schon an die Franzosen weitergereicht, die morgens frierend aus ihrer Kabine kamen. Wir suchen ein bisschen Kühlung im Fahrtwind an der Reling. Dabei beobachten wir Delfinschulen, fliegende Fische und Meeresschildkröten. Unser guter Geist Pio serviert Eiskaffee und wir rätseln, was das wohl für Schiffe sein könnten, die in der Ferne auszumachen sind. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Abends ist die Temperatur in der Kabine weiter gestiegen, und es ist Einsatz angesagt. Ich nehme die Kühlung wieder in Betrieb, indem ich die Steinwolle-Isolierung, die ich anfangs gegen zuviel kalten Wind eingebaut habe, wieder entferne. Und siehe da, schon funktioniert das wieder mit der Klimaanlage, und wir bekommen eine angenehme Schlafraumtemperatur.

Miércoles, 2010-11-24
Um 06:30, eine halbe Stunde vor dem Weckruf, wache ich auf: das Motorgeräusch hat sich verändert. Hose an, Pullover an, und dann sehe ich auf Bb die Lichter von Dakar.
07:00 Pos.: N 14°37,916’, W 017°23,754’, wir umrunden die Huk und …. warten auf den Piloten, einen Platz an der Pier, oder was auch immer. Also, same procedure, Anker raus und in Geduld üben. Bis zum Anlegemanöver haben wir so jedenfalls noch jede Menge Zeit, ausgiebig zu frühstücken.
Aber, damit den Passagieren die Wartezeit bis zum ersehnten Landgang nicht langweilig wird, hat Grimaldi wieder ein Animationsprogramm vorbereitet. Allerdings ohne vorherige Ankündigung, sozusagen als Überraschung. Das Passagiervolk liegt dösend in seinen Deckchairs, da nähert sich ein USO – ein Unbekanntes Schwimm-Objekt. Die Franzosen packen ihre professionellen Kameras mit Riesenteleskop aus und wir unser kleines Billigfernglas. Was wir da zu sehen bekommen, ist schon ziemlich aufregend, offensichtlich ein Militärschiff, ein Heli-Träger. Die Manöver dieses USO werden genauestens verfolgt, zumal es auf uns zuhält, bis es schließlich Kurs auf die Küste nimmt und unmittelbar hinter dem Heck unseres Frachters vorbeizieht.


Kaum haben wir uns wieder schön gen Sonne ausgerichtet, wird das nächste USO gesichtet. Ein kleiner Einbaum, bunt angestrichen, von vielleicht 8 m Länge kommt Bb längsseits. Einer der 3 Leute schratelt irgendetwas die Bordwand hinauf. Verstohlen machen unsere Franzosen mit ihren Riesenkameras Bilder, sind das wohl Piraten? Aber wie so oft im Leben, gibt es eine einfache Erklärung, die Jungs wollen nur ihren Fisch anbieten, aber unser Kapitän winkt ab und die Jungs trollen sich mit ihrem schönen bunten Schiffchen.

Leider wird das mit dem Landgang heute nichts mehr, wie wir soeben erfahren. Immerhin haben wir schon mal über SMS ein Lebenszeichen an einzelne Daheimgebliebene absetzen können in der frohen Hoffnung, dass irgendjemand das in den Blog schickt.

Jueves, 2010-11-25
04:45 wir passieren die Hafeneinfahrt Dakar unter (protestierendem?) Gezirpe von vielen Zikaden.
05:25 Leinen fest auf Pos. N 1440,548’ W 01725,703’, für wie lange wohl? Jedenfalls gehen wir nach dem Frühstück erstmal von Bord und in die nahe gelegene City, um die Vorräte aufzufüllen und unsere Notas de Viaje ins Netz zu kriegen.

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10 Antworten zu Le Havre – Dakar

  1. Gerhild & Harald sagt:

    Hola Rita y Lothar,
    wir wollten nur mal routinemäßig in Euren Blog gucken, weil ihr ja eigentlich laut Grimaldis Scheduletabelle am 24.11. schon wieder unterwegs sein solltet und haben Euren neuen Reisebericht gefunden und natürlich auch gelesen. Harald hat mich vom PC „weggeschubst“, aber zum Glück sind wir ja computermäßig gut ausgestattet. Schön, dass es jetzt auch mit den Bildern geklappt hat, denn auch wenn Ritas Bericht sehr lebendig ist, machen die Bilder Eure Erlebnisse für uns noch ein bisschen besser vorstellbar. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn so eine Containerladung verrutscht und was für ein stimmungsvoller Novembermorgen in Le Havre am 16.11.2010, wo vom Schwerwetter noch nichts zu ahnen war.
    Wir hoffen nur, dass für den großen Sprung nach Südamerika genug Wasser – und natürlich auch Wein und andere wichtige Dinge gebunkert werden. Liebe Grüße aus Mitteleuropa, buen viaje! Gerhild und Harald

  2. Hello!!
    We are since yesterday (29/11/2010) in Remscheid and we have to say that we have brought snow and cold to this wonderfull city!!
    We enjoy very much being here and we could not be better welcome by Christian and Matthias!
    We wish you a nice trip! We hope that you enjoy as much as we enjoy our HONEY-MOON!!
    Miss you and hope to see you in Brazil!!
    Hildo Neto and Carla

  3. admin sagt:

    Eine kleine Meldung aus dem Backoffice:
    Bei frostigen Temperaturen von -8 Grad am Tag und etwa 8cm Schnee auf der Terasse brennt der Kamin merklich oft und der Glühwein steht auf dem Herd. Carla und Hildo frieren verständlich, da sie sonst aus Brasilien nur Tiefsttemperaturen von etwa 16 Grad gewohnt sind. Heute sind sie allein auf Tour, wollen die Altstadt in Lennep sehen und dann noch nach Schloss Burg. Gerade für Carla ist das Wetter etwas besonderes, denn genau wie für Hildo vor 8 Jahren ist auch für sie der Schnee etwas völlig neues. Direkt am ersten Abend sind wir im Schneedunkeln raus in den Wald. Eine obligatorische Schneballschlacht absolviert und Engel in den frischen Schnee gelegt. Danach gabs vor dem Kamin leckere selbst gemachte heiße Schokolade.
    Tassilo, Matthias und ich (Christian) haben inzwischen fast alle unsere Sachen verstaut und frönen nun regelmäßig abends dem WG-Leben. Auch Martin ist Stammgast, kommt in den Abendstunden mit einer Flasche Wein unterm Arm nach oben und belebt die neue Oelmühlen-WG deutlich.
    Und was wäre unsere kleine Farm ohne die Tiere?! Giny, die ältere Katzendame, ist wie gewohnt träge, manchmal etwas verdattert und dann wieder hellauf begeistert. Sie meidet das merkwürdige weiße zeug da draußen und holt sich Mamas Streicheleinheit nun bei jedem doppelt ab. Vincent, der neue Kater im Haus, ist ein Netter. Er schleicht aufgeweckt ums Haus und mischt sich nicht weiter in Ginys Regierungsviertel ein. Ganz besonders interessant sind natürlich die fünf Chinchillas vom Tassilo. Sie sind etwas scheu, schlafen tagsüber, sind nachtaktiv und stören dann eingentlich auch nur Tassilo, unseren Chinchilla-Farmer. …
    Demnächst mehr vom Backoffice

  4. Die Repubblica del Brasile wurde heute (4.12.10) vor Rio de Janeiro gesichtet und ist wieder im AIS zu verfolgen!

  5. Gerhild & Harald sagt:

    Danke an M. Franz für die Infos aus dem virtuellen Raum 🙂 und einen schönen 2. Advent.

    Liebe Rita, liber Lothar, wir haben Euch zwar noch nicht gesichtet, aber im Marinetraffic gelesen, dass die Estimated Time of Arrival heute am 4.12.2010 15:00 (wahrscheinlich UTC) ist. Und – falls der Signore Comandante mal wieder so ein bisschen nuschelt – Eure neuen Daten sind:

    “Vissel” 🙂 from Rio: 5.12 / ETA Santos 6.12. / “Vissel” from Santos 7.12. / ETA Zarate 9.12. / “Vissel” from Zarate 11.12. / Arrival at Buenos Aires 12.12.2010!!!!

    Jetzt, so kurz vor dem Ziel, sollte der Plan eigentlich recht stabil sein, aber – nobody knows…..! Wahrscheinlich werdet ihr an Land erst mal wieder euer Gleichgewichtssystem einrichten müssen.
    Wir senden Euch herzliche Grüße aus dem verschneiten und recht kalten Deutschland. Bis „nachher“! Gerhild und Harald

  6. Gerhild & Harald sagt:

    Hola Rita y Lothar!
    Was macht Ihr denn da als Ankerlieger vor Rio? Läßt der Comandante Euch rüber schwimmen? 🙁 Aber vielleicht muss ja auch erst mal Platz für Euch im Hafen gemacht werden! – Wir warten ab und gehen jetzt erst mal zum Gänsebratenessen bei Freunden. Es schneit zur Abwechslung wieder mal und der Wind schafft eine niedrigere gefühlte Kälte als am Thermometer sichtbar (-1 Grad z. Zt.). Ihr dort drüben sehnt Euch vielleicht eher nach einem kühlen Drink. Hasta luego! Gerhild und Harald

  7. Kurze Wetternachricht:
    Rio de Janeiro heute 27° Regen
    Buenos Aires am 12.12.10 vormittags Regen bei 24°. Danach wieder trocken.

  8. Christian sagt:

    Lieben Gruß von »Knobi und Hubi« (Zitat) aus der oberen Oelmühle und auch vom Ulli direkt nebenan soll ich bestellen 😀

  9. Wenn alles nach Plan läuft, dann kommen die 3 Oldies übermorgen in BsAs an.
    Das „Begrüßungskomitee“ ist schon im Hafen 😉
    Die Gorch Fock liegt bereits seit 2 Tagen dortund ist zur Besichtigung bis zum
    22.12.10 offen!

    Mehr darüber hier: http://up.picr.de/5824346.jpg

    .

  10. Harald Schmalor sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    ich vermisse auch einen Kommentar, wie der Walter. Jedenfalls habe ich ihn hier nicht erblicken können.
    Wie man sieht, geht es euch bestens. Für das neue Jahr wünschen wir auch dassellbe. Viele neue Eindrücke und natürlich Gesundheit und keinen Streß. Das Weihnachtsfest habt ihr ja nun einmal von einer ganz anderen Perspektive erlebt. Hier bei uns ging es ganz „konventionell“ zu.
    Heilig Abend früh kamen die Kinder und am Nachmittag sind wir dann zu der Mama nach Grassel gefahren. Am 29.12.haben wir dann Lenja getauft. Und am 1.2. bin ich im Vorruhestand.
    Liebe Grüße

    Harald und Reni

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